Paul Baehr


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Biographie

Geboren am 26. September 1855 in Thorn/Westpreußen. Besuch der Gymnasien in Thorn, Berlin und Berlin-Spandau. 1876 Eintritt ins preußische Militär. 1878 Offizier. 1879 zog er sich durch einen Unfall ein schweres Beinleiden (Lähmung) zu. Erster Kuraufenthalt in Bad Oeynhausen. 1881 nahm er seinen Abschied als Leutnant. 1883 Übersiedlung nach Bad Oeynhausen, wo er 1900 Mitglied im Stadtparlament und 1903 Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung wurde. 1904 Ehrengabe der Stadt Oeynhausen, ein silberner Becher mit Inschrift. Von 1908 bis 1922 Beigeordneter (2. Bürgermeister). 1912 Ehrenbürger von Bad Oeynhausen. 1928 Rückzug von seinen Ämtern. Er starb am 1. August 1929 in Bad Oeynhausen.

Sein „Neues Buch der Lieder“ wurde wegen der darin sich findenden Fülle der Empfindung, Tiefe des sittlichen Ernstes und Formenschönheit selbst von Männern wie Klaus Groth, Otto von Leixner, Felix Dahn und P.K. Rosegger mit warmer Auszeichnung begrüßt und 1887 mit dem von der Augsburger „Schillerstiftung“ ausgesetzten Preise „für besondere Leistungen auf dem Gebiete deutscher Poesie oder überhaupt deutscher Literatur“ gekrönt. (Deutschlands, Österreich-Ungarns und der Schweiz Gelehrte 1908) Anfang des 20. Jahrhunderts war Baehr einer der meistvertonten deutschen Dichter; es waren damals bereits mehr als 200 Kompositionen zu seinen Liedern erschienen.

Bildnis: Fotogr. (WLA Hagen).

Sammlungen: WLA Hagen: Materialslg.

Gedenkstätte: In der ehemaligen Villa von Paul Baehr befindet sich heute das Dt. Märchen- und Wesersagen-Museum (Bad Oeynhausen, Am Kurpark 3) mit reichhaltiger Schrift- und Bildslg.

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Herausgabe

Rheinisch-Westfälisches Dichterbuch. Münster, Paderborn: Schöningh 1888. XVI, 568S. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StLB Dortmund, ULB Düsseldorf).

Unselbstständige Veröffentlichungen in

Schröder 1899: Hermanns-Denkmal; Bad Oeynhausen [jew. Ged.] – Uhlmann-Bixterheide 1922: In Blüten steht das Frühlingsland; Verweil, o Augenblick; An meine Frau; Verschmähtes Glück; Stille Liebe übers Grab; Deutsches Gebet [jew. Ged.].

Erwähnungen in

Minden-Ravensberg, Bielefeld, 1929, S. 289 – Westf. Literaturführer 1992, S. 19.

Handschriftliches

1. DLA Marbach: Briefe an Cotta, 30.3.1887, 2.4.1887; an Cäsar Flaischlen, 22.12.1917 – 2. StA Bielefeld: Briefe – 3. StLB Dortmund: Brief an Heinrich Hart, 16.8.1886, an Julius Hart, 1887, an Wilhelm Uhlmann-Bixterheide, 15.12.1894 – 4. Bayer. XYX München: Brief an Josef Rheinberger 1895; 10 Ged., Briefe an Karl Zettel, o.D. (7) – 5. StUB Hamburg: Briefe an Otto Ernst (1888, 1922) – 6. ULB München (Nachlaß Martin Greif): Karte an Greif, 1887

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Nachschlagewerke

Hinrichsen, 2. Aufl. 1891 – Brümmer, Bd. 1, 6. Aufl. 1913 – Deutschlands, Österreich-Ungarns und der Schweiz Gelehrte 1908 – Volger 1908 – Uhlmann-Bixterheide 1922 [Kurzbiogr.] – Degener, 9. Ausg. 1928 – Lipp. Bibliogr., Bd. 1, 1957 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 1, 1968 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Oberhauser 1983 – von Heydebrand 1983 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 47, Sp. 358-359; Fiche 1423, Sp. 167; N.F. Fiche 57, Sp. 127-130.

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GND-Nummer
117766984   Link zu diesem Datensatz in der DNB