Hans Blumenberg


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Biographie

Geboren am 13. Juli 1920 in Lübeck. Von 1939 bis 1947 Studium der Philosophie, Germanistik und klassischen Philologie in Frankfurt, Hamburg und Kiel. 1947 Promotion in Kiel. 1950 ebd. Habilitation. Er lehrte bis 1985 Philosophie an den Universitäten Kiel, Hamburg, Gießen, Bochum und Münster. Er starb am 28. März 1996 in Altenberge.

Mitbegründer der Gruppe Poetik und Hermeneutik. Seit 1963 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Einer der einflußreichsten Philosophen der Gegenwart. Er legte ein umfassendes Werk vor, zu dem monumentale Abhandlungen über die Ursprünge der Neuzeit zählen, ferner eine Reihe eher essayistische Bücher wie der erfolgreiche Band „Die Sorge geht über den Fluߓ (1987) sowie zahlreiche historische Studien über die Entwicklung bestimmter Metaphern, Konzepte, Denkfiguren. (Munzinger-Archiv) Im Zentrum von B.s Schriften steht der Versuch, die moderne Bewußtseinsstellung zu begreifen […]. Die als Phänomenologie der Geschichte verstandenen Untersuchungen zur Begriffsgeschichte verwandelten sich allmählich in Geschichtserzählungen und gingen schließlich in Literatur, in „imaginäre Anekdoten” über (Die Sorge geht über den Fluß). (Killy-Literaturlexikon)

Auszeichnungen: (Auswahl) Kuno-Fischer-Preis der Universität Heidelberg (1974) – Sigmund-Freud-Preis der Dt. Akademie für Sprache und Dichtung (1980) – Ehrendoktor der Universität Gießen (1982).

Unselbständige Veröffentlichungen: zahlr. philosoph. Beitr. in Zeitschr., Sammelwerken und überregionalen Ztg. (s. im einzelnen die unten genannten Bibliogr.); Ausw.: H. Friedrich/F. Schalk (Hg.): Europ. Aufklärung. München 1967 – H.R. Jauß: Die nicht mehr schönen Künste: Grenzphänomene des Ästhetischen. München 1967 – W. Preisendanz/R. Warning (Hg.): Das Komische. München 1976 – NZZ 1980-1997 – SZ vom 5./6.7.1980 – Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre oder die Entsagenden. Frankfurt/M. 1981 – K.-D. Müller (Hg.): Bürgerl. Realismus. Grundlagen und Interpretationen. Königstein/T. 1981 – H. Helbling, M. Meyer (Hg.): Vermittlungen. Kulturbewußtsein zwischen Tradition und Gegenwart. Zürich 1982 – FAZ 1982-1996 – A. Haverkamp (Hg.): Theorie der Metapher. Darmstadt 1983 – Lexikonart. in: Die Religion in Geschichte und Gegenwart I-VI (1957, 1959, 1959, 1960, 1962).

Bibliographie: D. Adams, P. Behrenberg: Bibliogr. Hans Blumenberg zum 70. Geb., in: Zeitschr. für philosoph. Forschung 44, 1990, S. 647-661; dies. Bibliogr. Hans Blumenberg, in: Die Kunst des Überlebens. Nachdenken über Hans Blumenberg. Hg. von Franz Josef Wetz und Hermann Timm. Frankfurt/M. 1999, S. 426-449.

Selbständige Veröffentlichungen über Blumenberg: B. Sauermost: Menschl. Selbstbehauptung durch Entlastung vom Absoluten im Denken Hans Blumenbergs als Herausforderung an die neuzeitl. Theologie. Innsbruck: Univ. Innsbruck 1987/88 [Diss. phil.] – J. Kirsch-Hänert: Zeitgeist. Die Vermittlung des Geistes mit der Zeit. Eine wissenssoziolog. Untersuchung zur Geschichtsphilosophie H. Blumenbergs. Frankfurt/M. 1989 – D. Adams: The Divine Art of Forgetting. Aesthetic Distance in Benjamin, Blumenberg, and Pynchon. New York: City University of New York Graduate Center 1991 [Diss.] – F.J. Wetz: Hans Blumenberg zur Einführung. Hamburg 1993 – P. Behrenberg: Endl. Unsterblichkeit. Studien zur Theologiekritik Hans Blumenbergs. Würzburg 1994 – E. Brient: The Immanence of the Infinite. A Response to Blumenbergs Reading of Modernity. Yale University 1995 [Diss.] – J. Haefliger: Imaginationssysteme. Erkenntnistheoretische, anthropologische und mentalitätshistorische Aspekte der Metaphorologie Hans Blumenbergs.  Bern 1996 – J. Goldstein: Nominalismus und Moderne. Zur Konstitution zeitl. Subjektivität bei Blumenberg und Ockham. Freiburg/Br. 1998 – M. Bauer: Von vorletzten Dingen. Über Hans Blumenberg. Frankfurt/M. 1998 – F.J. Wetz und H. Timm (Hg.): Die Kunst des Überlebens. Nachdenken über Hans Blumenberg. Frankfurt/M. 1999 – P. Stoellger: Metapher und Lebenswelt. Hans Blumenbergs Metaphorologie als Lebenswelthermeneutik und ihr religionsphänomenologischer Horizont. Tübingen  2000 – M. Hundeck: Welt und Zeit. Hans Blumenbergs Philosophie zwischen Schöpfungs- und Erlösungslehre. Würzburg 2000 – T. Erne: Rhetorik und Religion. Studien zur praktischen Theologie des Alltags. Gütersloh  2002 – F. J. Wetz: Hans Blumenberg zur Einführung. Hamburg 2004 (Neufassung) – O. Müller: Sorge um die Vernunft: Hans Blumenbergs phänomenologische Anthropologie. Paderborn 2005 – F. Heidenreich: Mensch und Moderne bei Hans Blumenberg. München 2005.

Unselbständige Veröffentlichungen über Blumenberg: s. die oben genannten Bibliographien.

Rundfunk: W. Kähne: Freiheit aushalten. Hans Blumenberg. Ein philosophischer Grenzgänger (DLF, Studiozeit, 15.8. 1996).

Audiovisuelle Medien: B. Schlicht, F.J. Wetz: Zwischen Himmel und Hölle. Die Philosophie von Hans Blumenberg. Düsseldorf o.J. [VHS-Videocassette].

Sammlungen: Goethe-Inst. Brüssel: Zeitungsausschnittslg.

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Herausgabe

(Auswahl) Niclolaus von Cues: Die Kunst der Vermutung. Ausw. aus den Schriften. Bremen: Schünemann 1957 – Galileo Galilei: Sidercus Nuncius. Frankfurt/M.: Insel 1965; Frankfurt/M.: Suhrkamp 1980.

Nachlass/Vorlass

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1. ULB Bonn: Briefe an E. Rothacker, 1958-1960 (6); Briefe von E. Rothacker (Durchschläge), 1958-1960 (7) – 2. DLA Marbach: Briefe von Siegfried Kracauer, 1964-1966 (8)

Nachschlagewerke

Kürschner: Dt. Gelehrtenkalender 7, 1950ff. – RGG, 3. Aufl. 1965 – Kosch, Erg.-Bd. 2, 1995 – Killy, Bd. 12, 1989 – Munzinger Archiv 1999 – Dt. Biogr. Archiv – Dt. Bibliothek – alle gängigen (philosoph.) Lexika.

GND-Nummer
118664123   Link zu diesem Datensatz in der DNB