Wilhelm Fronemann


Biographie

Geboren am 6. April 1880 in Hörste bei Halle. Er war zunächst Landwirt und seit 1902 bis 1943 Volksschullehrer, zunächst im Ruhrgebiet, dann, seit 1911, in Frankfurt/M. Zeitweilig Präparandenlehrer in Petershagen. Er starb am 31. Mai 1954 in Köppern/Taunus. Er war führend in der deutschen Jugendschriften-Bewegung tätig, zuletzt als Leiter der Jugendbuch-Abteilung des Instituts für Völkerpädagogik in Mainz. Er setzte sich in der NS-Zeit und später auch in der SBZ und DDR mit agitatorischen Schriften vehement für ein Verbot der Bücher Karl Mays ein. Er trat auch als Übersetzer aus dem Französischen auf. Seit 1947 leitete er die Fachstelle Jugendschriftsteller im Westdeutschen Autorenverband, dessen Ehrenmitglied er war.

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Selbstständige Veröffentlichungen

(Ausw.) Gute Bücher über den Krieg 1914/1915 für Jugend und Volk. Eine erste kritische Übersicht. Hilchenbach: Wiegand 1916. 31S. (=Schule und Haus, Heimat und Vaterland 7) – Der Unterricht ohne Lesebuch. Entwurf eines schulliterarischen Programms auf Grund von Schaffsteins blauen und grünen Bändchen. Köln: Schaffstein 1921. 16S. (StUB Köln); 5. Aufl. Köln: Schaffstein 1926. 30S. (UB Dortmund) – Hindenburg. Der deutschen Jugend und dem deutschen Volk erzählt. Mainz: Scholz 1926. 16S. [Abb.] – Bücher für werdende Menschen. 1926 – Das Erbe Wolgasts. Ein Querschnitt durch die heutige Jugendschriftenfrage. Langensalza: Beltz 1927. VIII, 246S. (ULB Düsseldorf, StUB Köln, StLB Dortmund) – Das Blockhaus auf der Hallig. Die Abenteuer Uves und seiner Schar. Leipzig: Reclam 1927 – Das Buch im Urteil der Kinder und Jugendlichen. 1928 – Der literarische Unterricht in der Volks- und Mittelschule. 6., neu bearb. Aufl. Langensalza: Beltz 1929. 47S. – Lesende Jugend. Reden und Aufsätze. Langensalza: Beltz 1930. VII, 344S. (UB Dortmund, StUB Köln) – Buch und Schule. 1931 – Jugendschriftenreihen. Ein Verzeichnis von 212 Jugendschriftenreihen mit Charakteristiken und bibliographischen Angaben. Hamburg: Dt. Dichter-Gedächtnis-Stiftung 1931. 39S. – Über die geistesbiologischen Grundlagen des Lesegutes der Kinder und Jugendlichen. 1931 [mit L. Weismantel] (Lipp. LB Detmold, UB Dortmund) – Der deutsche Luther. Leipzig: Schneider 1933. 139S. (ULB Münster) – Zwiefaches Schauen. Novellen. Wiesbaden: Volksbildungsverein 1933 [mit H. F. Blunck] – Armin, der Cherusker. Geschichtliches Zeitbild. Leipzig: Schneider 1934. 95S. – Sachsenherzog Wittekind, eine Erzählung vom Kampf eines Germanenvolkes um Heimat und Volkstum. Stuttgart: Loewe 1935. 242S. (StAB Bielefeld, StLB Dortmund) – Bundschuh, flieg! Zeitbild vom großen Bauernaufstand im Jahre 1525. Stuttgart: Loewe 1936. 112S. [Illustr.] – Martin Luther, dem deutschen Volke und seiner Jugend erzählt. Wuppertal: Abendland-Verlag 1948. 179S. (UB Bonn, UB Dortmund) – Begegnungen mit dem Buch. Ratingen: Henn 1950 – Schrifttum und Erziehung. Richtlinien für den neuen Leseunterricht. Ratingen: Henn 1951. 124S. (ULB Münster, ULB Düsseldorf, StB Essen) – Die Sachsenschrift im Unterricht der Volks- und Mittelschule. Beiträge zu ihrer unterrichtlichen und erzieherischen Auswertung. Wiesbaden: Hess. Lesebuchstiftung 1953. 67S. (UB Dortmund) – Otto Gartentag will ein Jünger Gutenbergs werden. Eine Geschichte um die Erfindung der Buchdruckerkunst. Wiesbaden: Verlag der Hessischen Lesebuchstiftung 1953 – postum: Die Fronemann-Sippe und ihr Heimatdorf Hörste. Die Geschichte einer Ravensberger Bauernfamilie und ihrer Erbhöfe auf Grund der Familienakten. Erg. und hg. von Walter Fronemann. Gelsenkirchen: Louisengang 1960. 255S. (StAB Bielefeld).

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Herausgabe

(Ausw.) An den deutschen Rhein. Eine Auswahl rheinischer Dichtung. Frankfurt/M.: Verband für dt. Jugendherbergen 1925. 96S. – Josef Winckler. Der tolle Bomberg. Jugendausgabe. Reutlingen: Enßlin & Laiblin 1925. 314S. – Frankfurter Schul-Almanach. Frankfurt/M. 1925 [mit Meißinger] – Rund um Frankfurt. Heimatbuch. Frankfurt/M. 1925 [mit H. Bingemer und R. Welcker] – Alf laila wa laila. Ausgewählte Erzählungen aus 1001 Nacht. Nach der dt. Übers. von M. Habicht neu erzählt und mit einem Nachw. sowie Anm. vers. Breslau: Hirt 1926 (=Hirt’s dt. Slg., lit. Abt. 3, 19, 20) – Johann Peter Hebel. Kannitverstan. 1926 – Hans Christian Andersen. Der Reisekamerad. 1926 – Volkmann-Leander. Vom unsichtbaren Königreiche. 1926 – Deutsche im Weltkrieg. Erlebnis und Dichtung im den ersten Kriegsjahren. Zusammengest. und hg. Leipzig: Reclam 1926. 80S. (=Reclams Universal-Bibl. 6710) – Alte deutsche Schwänke. Eine Auswahl. Leipzig: Reclam 1926. 79S. (=Reclams Universal-Bibl. 6704) – Friedrich Güll. Kinderheimat. Stuttgart: Thiemann 1927. 80S. 1927 – Moderne Erzähler. Ausgew. und hg. Leipzig: Reclam 1927. 2Bde. 73, 79S. (=Reclams Universal-Bibl. 6808f.) – Das verwunschene Schloß. Märchennovellen. Ausgew. und hg. Leipzig: Reclam 1927. 80S. (=Reclams Universal-Bibl. 6807) – Clemens von Brentano. Der Dilldapp. 1927 – Die schönsten Historien von Till Eulenspiegel. Nach der ältesten Ausgabe des Volksbuches von 1519 ausgewählt. Leipzig: Reclam 1927. 77S. – Jakob und Wilhelm Grimm. Deutsche Sagen. Leipzig: Reclam 1927. 72S. – Dieter und Dietlinde. Kurze Geschichten aus dem weißen Hause. Stuttgart: Thienemann 1928. 78S.; Neuaufl. Stuttgart: Thienemann 1946 – Der goldene Vogel. Deutsche Helden- und Abenteuer-Märchen von Josef Haltrich, Heinrich Pröhle, Karl Müllenhoff. Ausgew. und hg. Reutlingen: Enßlin und Laiblin 1929. 111S. (=Das Buch der Jugend) – Aus eigener Kraft. Lebensbilder führender Männer. Ernst Abbe, Albert Ballin, Benjamin Franklin, Robert Mayer. Frankfurt/M.: Siegel 1929. 175S. [mit K.F. Schmidt]; Neuaufl. 1946 (ULB Düsseldorf) – Gestalten und Träume. Märchen und Legenden der Gegenwart. 4 Hefte. Langensalza: Beltz 1930. IV, 496S. – Märchen von Wilhelm Hauff. Stuttgart: Loewe 1930. 203S. – Reineke der Fuchs. Nach der Niederdeutschen Ausgabe des „Reinke de Vos“ von 1498 erzählt. Stuttgart: Loewe 1930. 167S. [Illustr.]; 27. Aufl. Stuttgart: Loewe 1948; Neuaufl. Düsseldorf: Hoch 1953. 155S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf); 2. Aufl. Düsseldorf: Hoch 1957. 155S. [Illustr.] – Märchenwunderwelt. Märchen des deutschen Volkes und seiner Dichter. Ausgew. und hg. Reutlingen: Enßlin und Laiblin 1931. 112S., 3., neubearb. Aufl. Reutlingen: Enßlin und Laiblin 1943. 159S. (ULB Düsseldorf) – Jack London. Die Goldgräber. 1931 – Der Teufel von Fuatino. 1931 – Ausgewählte Erzählungen aus Tausend und einer Nacht. 2Bde. 1932 – Theodor Seidenfaden. Der verwegene Sprung. 1932 – Josef Winckler. Narrenkönige. 1932 – ABC. Zum Lesenlernen. Mainz: Scholz 1933. 9Bl. [Illustr. von L. Doering]; Neuaufl. Wiesbaden: Scholz 1942 – H.F. Blunck. Zwiefaches Schauen. 1933 – Geschichten in der Dämmerung. 1933 – Hans Brandenburger. Bauernleben in Oberbayern. 1933 – Ernst Zahn. Die guten Kameraden. Jugenderzählung. Stuttgart, Berlin: Dt. Verlags-Anstalt 1933. 151S. – Heinrich Lersch. Hammerschläge. Ein Roman von Menschen und Maschinen. Köln: Schaffstein 1933. 71S. (=Schaffstein’s Blaue Bändchen 215); Neuaufl. Köln: Schaffstein 1965 – Walter von Molo. Friedrich List. 1934 – Walter von Molo. Prinz Eugen, der edle Ritter. 1938 – Der Landsknecht. 1940 – Kannitverstan und andere Geschichten aus dem Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreunds. Leipzig: Reclam 1942 [mit J. P. Habel] – Das Schloss der goldenen Sonne. Märchennovellen. Ausgew. und hg. Frankfurt/M.: Siegel 1947. 203S. [Illustr.] – Im Zaubergarten des Märchens. Eine Auswahl aus den Märchen von Bechstein und seinen Zeitgenossen. Frankfurt/M.: Siegel 1948. 171S. [Illustr.] – Robert Reinick. Hans Lustig und andere Geschichten. Halle: Marhold 1948. 32S. – Hanna Meuter. Der kleine Franzos. 1948 – Johanna Spyri. Heimatlos. 1948 – Wilhelm Scharrelmann. Pidl Hundertmark. 1948 – Joe unter Piraten. 1948 – C. Modi-Grumann. Pinocchio. Das hölzerne Bengele. 1948 – Lisa Tetzner. Was am See geschah. 1948 – H. Wyß. Der schweizerische Robinson. 1948 – Robert Louis Stevenson. Die Schatzinsel. Reutlingen: Enßlin & Laiblin 1948. 391S. – Adam Mischlich. Märchen aus Afrika. Eine Auswahl der schönsten Geschichten, nacherzählt. Halle: Marhold 1948. 32S. – J. Fühlberg-Horst. Von Küste zu Küste. 1948 – Daniel Defoe. Leben und seltsame Abenteuer des Robinson Crusoe. Neu erzählt nach der ältesten Ausgabe von 1720. Düsseldorf: Hoch 1951. 312S. (ULB Düsseldorf); Neuaufl. Düsseldorf: Hoch 1961 (UB Bonn, ULB Düsseldorf) – Ratgeber für das deutsche Buch. 1952 (ULB Düsseldorf) – Adelbert von Chamisso. Gedichte.

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Übersetzungen

G. Montreuil-Straus. Mutter, sag‘ es mir. Fürth: Löwensohn 1928. 33S. – Arthur Ransome. Schwalben und Amazonen. Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union 1932 – Arthur Ransome. Der Kampf um die Insel. Segelfahrten, Entdeckungen und Kämpfe der „Schwalben“ und „Amazonen“. Kinderroman. Gek. Übertragung. Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union 1932. 334S.

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Unselbstständige Veröffentlichungen in

Zeitschrift für deutsche Bildung 10, 1926, S. 494-508: Die heutige Jugendschriften-Bewegung – Der Kunstwart. Monatshefte für Kunst, Literatur und Leben Bd. 40, 1, 1926/27, S. 296-302: Neue Zensur? Ein Rück- und Ausblick – Börsenbl. für den dt. Buchhandel, Frankfurt/M., Nr. 300 vom 4.5.1929: Das Buch im Urteil des Kindes und Jugendlichen. Das Schulpreisausschreiben des Börsenvereins – Methodische Strömungen der Gegenwart. Langensalza: Beltz 1930, S. 199-204: Die Erziehung zum Buche. Lesebuch, dichterische Einzelschrift, Sachlesehefte – Frankfurter Schulzeitung Bd. 48, 1931, S. 111-112: Zur heutigen Lage der Jugendschriftenbewegung – Kölnische Zeitung, Köln, Beilage „Junge Nation“ vom 1.9.1934: Das Jugendbuch im Dritten Reich – die neue schule, 3. Jg., Nr. 18, 1948: Lieber Kollege! – L. Flab-Lichtenberg: Leo Weismantel. Leben und Werk. Berlin: Nauck 1948, S. 180-195: Leo Weismantel und seine Schule der Volksschaft in Marktbreit am Main – Die Schulwarte. Monatsschrift für Unterricht und Erziehung Jg. 2, 1949, S. 283-344: Jugendschrifttum und Schullesebuch – Pädagogische Rundschau 3, 1949, S. 120-128: Das neue deutsche Volksschul-Lesebuch und der heutige Leseunterricht postum: U. Dettmar (Hg.): Kitsch. Texte und Theorien. Stuttgart: Reclam 2007, S. 128-131: Der Begriff des untergeistigen Schrifttums.

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

H. Stolte: Fronemann gegen Fronemann, in: Schöpferische Gegenwart. Kulturpolitische Zeitschrift Thüringens, 1948 –V. Merz: Wilhelm Fronemann, in: Doderer, Bd. 1, 1975 – Erich Heinemann: „Karl May paßt zum Nationalsozialismus wie die Faust aufs Auge.“ Der Kampf des Lehrers Wilhelm Fronemann, in: Jahrbuch der Karl.May-Gesellschaft, 1982, S. 234ff.

Erwähnungen in

S. Lokatis, I. Sonntag (Hg.): Heimliche Leser in der DDR. Kontrolle und Verbreitung unerlaubter Literatur. Berlin: Ch. Links Verlag 2008, S. 360 – W. A. Kopisch: Naturlyrik im Zeichen der ökologischen Krise. Begrifflichkeiten, Rezeption, Kontexte. Kassel: Kassel university press 2012, S. 65-66 – S. Müller: Kindgemäß und literarisch wertvoll. Untersuchungen zur Theorie des „guten Jugendbuchs“. Anna Krüger, Richard Bamberger, Karl Ernst Maier. Frankfurt/M.: Lang 2014, S. 36-40 – K. Ackermann, C. F. Laferl (Hg.): Kitsch und Nation. Zur kulturellen Modellierung eines polemischen Begriffs. Bielefeld: transcript 2016, S. 53.

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Nachlass/Vorlass

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Inst. für Jugendbuchforschung der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/M.: lit. Nachlass.

Nachschlagewerke

Degener, 12. Ausg. 1955 – Kürschner: Nekrolog 1973 – Doderer, Bd. 1, 1975 – Kosch, 3. Aufl. Bd. 5, 1978 – Dt. Biogr. Archiv N.F., Fiche 413, Sp. 179-181.

GND-Nummer
11684020X   Link zu diesem Datensatz in der DNB