Gregor Gog


Biographie

Gregor Gog wurde am 7. November 1891 in Schwerin an der Warthe als Sohn eines Zimmermanns geboren. Mit 18 Jahren meldete er sich freiwillig zur Kriegsmarine, verließ sie 1913 wieder und arbeitete zunächst als Gärtner in Pforzheim. Zu Kriegsbeginn wurde er wiederum eingezogen und 1917 als dauernd kriegsuntauglich aus der Marine entlassen. Während dieser Zeit musste er zweimal wegen antimilitaristischer Propaganda und Anstiftung zur Meuterei vor dem Kriegsgericht erscheinen. 1923 lernte Gregor Gog in Stuttgart die Kinderbuchautorin Anni Geiger kennen. Im April 1924 entschlossen sie sich, mit einer Gruppe von Lebensreformern, Abenteurern und Siedlern nach Brasilien auszuwandern. Nach der Rückkehr aus Brasilien lebte er als freier Schriftsteller und schrieb Beiträge für den „Anarchist“ und den „Syndikalist“, bevorzugt Aphorismen und kurze philosophische Traktate. 1927 wurde er Schriftleiter des „Kunden“, der „Zeit- und Streitschrift der Vagabunden“. Zudem initiierte er die „Bruderschaft der Vagabunden“, die er nicht nur als sozialpolitische Bewegung, sondern auch als Sammlungsbewegung der Künstler von der Landstraße verstand. 1930 wurde die Veröffentlichung des „Kunden“ eingestellt.1933 gab Gog erneut eine Zeitschrift mit dem programmatischen Titel „Vagabund“ heraus. Im April 1933 wurden Anni Geiger-Gog und Gregor Gog von der Geheimen Staatspolizei verhaftet. 1934 emigrierte Gog in die Sowjetunion. Nach Aufenthalten in Moskau, Ferghana (Usbekistan) und Taschkent erlag er am 8. Oktober 1945 in einem Taschkenter Sanatorium einem schweren Nierenleiden.

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Selbstständige Veröffentlichungen

Vorspiel zu einer Philosophie der Landstrasse. Aus d. Notizen e. Vagabunden. Stuttgart Sonnenberg, Post Stuttgart-Degerloch: Verlag d. Vagabunden 1928 – Hans Tombrock, en tysk målare-vagabond. Stockholm: Universal Pr. 1937. [Übers. Von Anna Munklinde] – postum: Landstrasse, Kunden, Vagabunden. Gregor Gogs Liga der Heimatlosen. Hrsg. von Klaus Trappmann. Berlin: Gerhardt 1980.

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Herausgabe

Ich und Du. Gedichte. Anni Geiger-Gog. Leipzig: Frankenstein & Wagner 1926 – Sowjetkinder erzählen. Zsgest. u. red. von Gregor Gog. Moskau: Verl. Für Fremdsprachige Literatur 1941. [Dt. von Gabriele u. Gregor Gog]

Unselbstständige Veröffentlichungen über

Gregor Gog 1891-1945 Generalstreik das Leben lang!. Denkblatt der Stuttgarter „Stiftung Geißstrtaße 7“ – P. Spät: Gregor Gog, der „König der Vagabunden“. In: Telepolis online, 04.01.2015.

Nachlass, Handschriftliches

Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, Dortmund.

GND-Nummer
115554068   Link zu diesem Datensatz in der DNB
Institution
Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt
Nachlass

Teilnachlass

Ordnung
geordnet
Umfang
0,25 lfd. Meter
Nutzung
uneingeschränkt
Inhalt

Werkmanuskripte; Korrespondenzen