Ferdinand Julius Heitemeyer


Biographie

Geboren am 10. Februar 1828 in Paderborn als Sohn eines Spinettfabrikanten und Orgelbauers. Früher Tod des Vaters (1839). 1848 Reifeprüfung am Paderborner Gymnasium. Studium der Philosophie, Philologie und Theologie in Münster und Paderborn. 1853 Priesterweihe. Anschließend war er über sieben Jahre Kaplan in Hörste bei Lippstadt und seit 1861 Missionspfarrer in Nordherringen (heute Ortsteil von Hamm). 1867 aus gesundheitlichen Gründen Übernahme einer Pfarrei in Oesdorf nahe Marsberg im Sauerland. Seit 1887 war er Pfarrer in Beverungen an der Weser, wo er am 24. Januar 1892 starb.

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Selbstständige Veröffentlichungen

Gedichte. Paderborn: Schöningh 1874. 504S. (WLA Hagen, StUB Köln); 2. Aufl. Paderborn: Schöningh 1886 (Heitemeyer-Archiv Beverungen); 3. Aufl. o.J. (Heitemeyer-Archiv Beverungen) – Ehrenpreis für Papst Pius XI. [Ged.]. Paderborn: Schöningh 1876. 106S.; 2. Aufl. Paderborn 1878 – Der Missionär und der Geheimbündler [zwischen 1875 und 1879] – Die Harfe der Liebe zum allerheiligsten Altarssacramente [Ged.]. Paderborn: Schöningh 1880. 188S. (EDDB Köln); 3. Aufl. 1886 (Heitemeyer-Archiv Beverungen); 4. Aufl. Paderborn: Schöningh 1896 (EAB Paderborn) – Weihnachtsfeier. Zur Aufführung mit lebenden Bildern nebst verbindendem Text. Fulda: Maier 1884 – Clodoald. Drama in 3 Akten. Paderborn: Schöningh 1886. 112S. (Heitemeyer-Archiv Beverungen) – Die Heiligen Deutschlands. Paderborn: Bonifatiusdr. 1888. V, 672S. (ULB Münster, EDDB Köln); 2. Aufl. Paderborn: Bonifatiusdr. 1889 (StUB Köln, Lipp. LB Detmold, ULB Münster) – Abendglocken. Gedichte. Paderborn: Schöningh 1889. LX, 271S. (Heitemeyer-Archiv Beverungen); 2. Aufl. Paderborn: Schöningh (Heitemeyer-Archiv Beverungen).

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Herausgabe

Deutsche Sagen. Paderborn: Schöningh 1885. VII. 359S. (WLMKuK Münster, EAB Paderborn, Heitemeyer-Archiv Beverungen); 2. Aufl. Paderborn: Schöningh 1888 (UB Bonn, ULB Münster) – postum: Sagen und Legenden aus fernen Landen. Paderborn: Bonifatiusdr. 1892. 288S. (Heitemeyer-Archiv Beverungen).

Unselbstständige Veröffentlichungen in

Alte und Neue Welt 1880ff. – Baehr: Rhein.-Westf. Dichterbuch 1888, S. 391-394: Sonntagsfeier; Abend auf dem Rhein; Um Mitternacht; Der Deutschepostum: Bahlmann: Westf. Sagenkranz 1897, S. 119-122: Die Schützer des Heiligtums – Hüttemann 1898: Sternschnuppen; Der Blumen Trost; Wohin?; Lieb und Leid; Nach sechs; Pater Juan – Beil. zum Westf. Volksbl. vom 19.10.1910: Das zerstörte Pfarrdorf Dalheim und seine Filialen Versede und Bocklohn – Westf. Hausbuch 1983, S. 385f.: Sonntagsfeier – Marsberg 1989 (s.u.): Mein Dörflein; Eresburg – Folkerts: Münster und das Münsterland, 2. Aufl. 1983: St. Ludger – Folkerts: Liebe Stadt 1993, S. 52: St. Ludger.

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Tonträger

Vertonungen: Coram tabernaculo. Gesänge zum allerheiligsten Sakrament. Komponiert von M. Haller. 4. Aufl. Regensburg: Pustet 1919 [6 Lieder] (Heitemeyer-Archiv Beverungen) – Wie der Hirsch nach Wasserquellen […]. Komponiert von T. Brockmann, Beverungen (Heitemeyer-Archiv Beverungen) – Liebesdank. Wie kann ich je vergelten […]. Komponiert von A. Wegener, Paderborn (Heitemeyer-Archiv Beverungen) – Nimm, o Herr, die Opferspende, in: Cursum sorda, S. 101, Nr. 42 (Heitemeyer-Archiv Beverungen).

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

F. J. Wienstein: Der Dichter-Pfarrer von Olsdorf und Beverungen. Zu Ferdinand Heitemeyers 40. Todestag, in: Der Patriot, Lippstadt, vom 23./24.1.1932 – H. Rüthing: Ferdinand Heitemeyer, ein vergessener Dichter des Paderborner Landes. Zum seinem 130. Geburtstag am 10. Februar 1958, in: Westf. Volksbl., Nr. 33 vom 8.2.1958 – K. Auffenberg, H. Feldmann: Ferdinand Heitemeyer, ein musischer Sohn der Paderstadt. Lieder von Michael Haller vertont, in: Die Warte, H. 3, 1971, S. 44f. [mit Bildn. auf dem Titelbl.] – A. Watzke: Ferdinand Heitemeyer, der Dichterpfarrer von Oesdorf, in: Marsberg 1989, S. 40-47 [mit Abb.; Faks.] – J. Bödger: Legenden und Gedichte machten ihn berühmt. Vor 100 Jahren starb Pastor Heitemeyer, in: Marsberg 5, 1992 (1993), S. 92-94.

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Erwähnungen in

Westf. Literaturführer 1992 (Stichw. Marsberg).

Bildnis

Fotogr. (WLA Hagen).

Nachlass/Vorlass

1. Heitemeyer-Archiv im Pfarrarchiv Beverungen/Weser: Zeugnisse – 2. SB/UB Frankfurt/M. (Nachlass Humperdinck): Trauungsrede zur Vermählung von Gustav Humperdinck mit Gertrud Hartmann, 1853 [Ms.] – 3. Bayer. SB München: Brief an Josef Rheinberger, Oesdorf, 12.12.1885

Sammlungen

1. Heitemeyer-Archiv im Pfarrarchiv Beverungen/Weser: Werkslg. – 2. WLA Hagen: Materialslg.

Nachschlagewerke

Wienstein 1897 – Brümmer, 6. Aufl. 1913 – Kosch, Bd. 1, 1933 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – Rost 1990 [mit Bildn.] – Dt. biogr. Archiv, Fiche 505, Sp. 3; N.F. Fiche 553, Sp. 129.

Grabstätte/ Gedenkstätte

in Marsberg-Oesdorf ist eine Straße nach Heitemeyer benannt – Heitemeyer-Archiv in Beverungen/Weser, seinem letzten Wirkungsort.

GND-Nummer
116676922   Link zu diesem Datensatz in der DNB