Victor Kalinowski


Biographie

Geboren am 24. August 1879 in Schönfelde bei Allenstein/Ostpreußen als Sohn eines Landarbeiters. Besuch der Volksschule in Schönbrück. Lehre als Schriftsetzer in Allenstein und Gesellenprüfung. Hierauf ging er auf Wanderschaft und wurde im Ruhrgebiet sesshaft. Seit 1902 Setzer in der Druckerei des Alten Bergarbeiterverbandes in Bochum. Diese Arbeit behielt er bis zur Auflösung des Verbandes 1933 bei. In der Nachfolge Heinrich Kämpchens, der 1912 starb, wurde er der bedeutendste Dichter der freien Bergarbeiterbewegung in der Weimarer Republik. (Arnold 1977) Ein 1932 vollendeter Jungarbeiterroman konnte infolge des Zusammenbruchs der Republik nicht mehr erscheinen. Ebenso kam es nicht mehr zur Veröffentlichung eines zweiten Gedichtbandes, die für 1934 geplant war. (ebd.) Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Er verlor seine Arbeit, musste mehrfach umziehen und Bochum verlassen. Er starb am 9. April 1940 in Bielefeld. Sein Nachlass wurde 1942 von der Gestapo vernichtet.

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Selbstständige Veröffentlichungen

Meine Seele singt! Gedichte. Bochum: Hansmann 1922. 207S.

Unselbstständige Veröffentlichungen in

Bergarbeiter-Ztg. vom 1.3.1924: Tod im Schacht; vom 22.3.1924: Schatten; vom 21.3.1925: Der junge Kamerad; vom 30.1.1926: Arbeitshände [jew. Nachdr. in: Hüser/Köpping, 2. Aufl. 1961] – Die Bergbau-Industrie, Bochum, vom 8.11.1930: Vierzehn Prozent [Nachdr. in: Hüser/Köpping, 2. Aufl. 1961] – postum: W. Köpping (Hg.): Schwarze Solidarität. Kämpferische Bergarbeiterdichtung. Oberhausen 1974 [Ged.] – Gewerkschaftsztg. der Bergleute [Ged.] – 100 Jahre Bergarbeiter-Dichtung. Oberhausen 1982 [Ged.].

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

F. Osterroth: Das Gedichtbuch des Arbeiters, in: Bergarbeiter-Ztg. vom 29.7.1922 – Victor Kalinowski. Zu seinem 50. Geburtstag am 24. Aug. 1929, in ebd., Ausg. vom 24.8.1929 – W. Helf: Der Denker an der Setzmaschine, in: Bergbau-Rundschau, Bochum, 13, 1961, S. 535-537 [Fotogr. 1929; Gedichtnachdr.: Vierzehn Prozent Dividende; Schieber] – W. Köpping: Der Ruf gilt dir, Kamerad! Dt. Arbeiterdichtung. Victor Kalinowski (1879-1940), in: Gewerkschaftl. Rundschau 16, 1963, H. 8, S. 487-491 – P. Mucke: Viktor Kalinowski, „Die stille Stadt“. Ein Manifest des Schreckens des Krieges, in: Lyrik im Ruhrgebiet. Ein Führer für Leser. Bochum 2017, S. 33-36.

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Erwähnungen in

Arnold 1977 [s. Reg.] – Westf. Literaturführer 1992, S. 29.

Handschriftliches

Fritz-Hüser-Inst. (Stadt Dortmund): Zeitungsausschnittslg., 17 Gedichtmss., Brief; Dok., Briefe über Kalinowski.

Nachschlagewerke

von Heydebrand 1983 – Schulz-Fielbrandt 1987 – Freund 1993.

GND-Nummer
126899592   Link zu diesem Datensatz in der DNB