Berufe
Dichter, Kunsthistoriker
Biographie

Geboren am 11. August 1815 in Oberkassel. Kunsthistoriker; Studium (Theologie) in Berlin und Bonn. 1836 Privatdozent in Bonn. Seit 1837 in Bonn Vorlesungen zur Kirchen­geschichte und Tätigkeit als Prediger. Wechsel von der Theologi­schen zur Philosophischen Fakultät. Erfolge als Lyriker. Gründet den 1840-47 bestehenden Dichterbund „Maikäfer“. Verfasste Kunst­kritiken. 1846 Ernennung zum außerordentlichen Professor. Für die demokratische Bewegung 1848 Agitation als Redner und Journalist in der von ihm herausgegebenen demokratischen „Bonner Zeitung“. Wahl in die preußische Zweite Kammer. Teilnahme am Badischen Aufstand, Festnahme, Verurteilung zu lebenslanger Haft, Flucht aus dem Spandauer Zuchthaus. Übersiedlung nach London. Als Dozent und Journalist für das Emigrantenblatt „Hermann“ tätig. Ab 1866 Professur am Zürcher Polytechnikum. Kontakt zu Conrad Ferdinand Meyer und Gottfried Keller. Am 13. November 1882 in Zürich nach langer Krankheit verstorben.

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Selbstständige Veröffentlichungen

Vertheidigungs-Rede vor den Kölner Assisen. Berlin: S. Löwenherz 1850 – Gottfried Kinkel. Anthologie aus den Gedichten. Mit Biografie und Porträt. Hildburghausen: Hermann J. Meyer 1851 – G[ottfried] Kinkel’s Otto der Schütz. Wien: R. v. Waldheim’s xylografische Anstalt 1861; u.d.T. Otto der Schütz. Eine rheinische Geschichte in zwölf Abenteuern. Leipzig: Reclam 1913; Leipzig: Hesse & Becker 1913; Münster i W.: Aschendorff 1913; Regensburg: Habbel 1913 – Russland und Europa. Hannover: Rümpler 1869 [mit H. Martin] – Die Gemälde-Gallerie in Darmstadt. Vortrag geh. Zu Darmstadt am 8. Jan. 1870. Darmstadt: Diehl 1870 – Beschreibung der Burg Kyburg. Zürich: Höhr 1870 [mit M. Pfau] – Mosaik zur Kunstgeschichte. Berlin: Oppenheim 1876 – postum: Margret. Eine Novelle. Wiesbaden: Volksbildungsverein 1913; Berlin: Delta-Verlag 1921; Langensalza: J. Beltz 1925 – Der Grobschmied von Antwerpen. In 7 Historien. Leipzig: Hesse & Becker 1915 – Margret u. andere Erzählungen. In vereinfachter deutscher Stenographie System Stolze-Schrey. Berlin: F. Schulze 1916 – Rheinische Erzählungen. Berlin: Dom-Verlag 1921 – Der Hauskrieg. Eine Geschichte vom Niederrhein. Berlin: H. Hillger Verlag 1924; Berlin: C. Flemming & C. T. Wiskott; Langensalza: J. Beltz 1925; Wolfenbüttel: Heckner 1930; Bremen: Geist 1936 [mit J. Kinkel] – Meister-Novellen. Berlin: Verlag der Gesellschaft deutscher Literaturfreunde Robert Markiewicz 1928 – Selbstbiographie. 1838-1848. Bonn: Cohen 1931 – Die Ahr. Wittlich: Fischer 1937, 1953; Köln: Bachem 1976, 1999 [Ill.] – Meine Kindheit – Meine Schuljahre. Bonn-Oberkassel: Heimatverein 1982 – Der Domschatz. Hamburg: tredition 2011, 2012 – Erzählungen vom Niederrhein. Altenmünster: Jazzybee Verlag 2012.

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Herausgabe

K. B. Stark: Vorträge und Aufsätze aus dem Gebiete der Archäologie und Kunstgeschichte. Leipzig: Teubner 1880 [nach dem Tode des Verfassers herausgegeben von G. Kinkel].

Briefe

M. Klaus: Liebe treue Johanna! Liebster Gottit! Der Briefwechsel zwischen Gottfried und Johanna Kinkel 1940 – 1858. Bonn: Stadt Bonn [o.J.]. – R. Leppla: Johanna und Gottfried Kinkels Briefe an Kathinka Zitz 1849 – 1861. Bonn: Bonner Heimat- u. Geschichtsverein 1958.

Selbstständige Veröffentlichungen über

M. Bollert: Ferdinand Freiligrath und Gottfried Kinkel. Bromberg: Gruenauer 1916 – E. Bebler: Conrad Ferdinand Meyer und Gottfried Kinkel. Ihre persönlichen Beziehungen auf Grund ihres Briefwechsels dargestellt. Zürich: Rascher 1949 – W. Kampmann (Hg.): Carl Schurz und Gottfried Kinkel in der deutschen Revolution 1848-1849. Köln: Schaffstein 1949 – Stadtarchiv Bonn: Gottfried Kinkel als Kunsthistoriker. Darstellung und Briefwechsel. Veröffentlichungen des Stadtarchivs, Band 23. Bonn: Stadt Bonn Stadtarchiv 1979 – H. Rösch: Gottfried Kinkel als Ästhetiker, Politiker und Dichter. Bonn: Röhrscheid 1982 – H. Rösch: Gottfried Kinkel, ein rheinischer Demokrat und Dichter. Bonn: Selbstverlag 1984 – A. Berg: Gottfried Kinkel. Kunstgeschichte und soziales Engagement. Bonn 1985 [Diss.] – C. Schurz: Die Befreiung Gottfried Kinkels aus dem Zuchthaus in Spandau. München, Leipzig: Schumacher-Gebler 1992 – K. Schmidt: Gerechtigkeit – das Brot des Volkes. Johanna und Gottfried Kinkel. Eine Biographie. Stuttgart: Radius 1996 – H. Rösch: Gottfried Kinkel: Dichter und Demokrat / Hermann Rösch. Mit einem Geleitw. von K. Kinkel. Königswinter: Edition Lempertz 2006 – T. Cave: Exilgeschichte und -erfahrungen in Briefen am Beispiel von Gottfried Kinkel und Carl Schurz. München: GRIN Verlag GmbH 2007 – B. Walcher: Vormärz im Rheinland. Nation und Geschichte in Gottfried Kinkels literarischem Werk. Berlin, Boston: DeGruyter 2010 – “…ich als Freidenker, Republikaner und Socialist …“ Gottfried Kinkel. Porträt eines Nonkonformisten. Festrede von Hermann Rösch. Bonn-Oberkassel: Klaus Großjohann 2016.

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

K. Schmidt: „Was wir friedlich gewünscht hätten, wird in Wind und Wetter erscheinen“. Gottfried Kinkel und die rheinischen Demokraten, in: Das war ’ne heiße Märzenzeit. Köln 1998, S. 91-108 – A. Röpcke: „Ein Ring bin ich in großer Kette“: Erinnerung an Gottfried Kinkel (1815-1882), in: Verachtet, verfolgt, verdrängt. Bremen 2007, S. 106-115 – C. Fornoff: Geschlechterrollen und Paarkonstruktion im Briefwechsel von Johanna und Gottfried Kinkel, in: Musikbezogene Genderforschung. Aktuelle und interdisziplinäre Perspektiven. Hildesheim 2012, S. 31-48.

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Nachlass/Vorlass
GND-Nummer
11856224X   Link zu diesem Datensatz in der DNB

Stadt- und Landesbibliothek Dortmund Handschriftenabteilung / Westfälisches Handschriftenarchiv

Institution
Stadt- und Landesbibliothek Dortmund Handschriftenabteilung / Westfälisches Handschriftenarchiv
Bestand
Sammlung
Ordnung
grob vorgeordnet
Nutzung
uneingeschränkt
Verzeichnung
Inhalt

Werkmanuskripte: Manuskript „Ein Nachwort zu der Tragödie Nimrod“, Notizen; Gedicht „Meinem Ferdinand“, 1834; 3 Albumblätter 1858, 1860, 1872; Korrespondenzen: 92 Briefe und Postkarten 1842-1882, u.a. an Ferdinand Freiligrath, Gustav Kolb, Arnold Ruge.

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