Biographie

Geboren am 22. November 1849 in Hörschitz, Böhmen, Österreich-Ungarn. Studium (Jura) in Prag. 1876 Mitarbeiter des „Berliner Tageblatts“, Schriftleiter beim „Magazin für Literatur“. Seit 1895 Feuilletonre­dakteur des „Berliner Tageblatts“, Mitbegründer der „Freien Büh­ne“. Zog 1905 nach Freiburg i. Br., ab 1909 freier Schriftsteller in Meersburg, gab dort seit 1911 die „Bibliothek der Philosophen“ heraus. Er starb am 29. Juni 1923 in Meersburg.

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Selbstständige Veröffentlichungen

Die große Revolution. 1872Anna. Drama. 1874 – Einsame Fahrten. Leipzig: E. Schloemp 1879Die Sonntage der Baronin. Zürich: Schmidt 1881 – Dilettantenspiegel. 1883 – Gräfin Salamanca. 1884 – Quartett. Berlin W. 1886 – Credo. Gesammelte Aufsätze. Berlin: Heines 1886 – Von Keller zu Zola. Kritische Aufsätze. Berlin: Heine 1887 – Die Fanfare. Berlin W. 1888 – Schmock oder Die literarische Karriere der Gegenwart. Satire. Berlin: Lehmann 1888 – Der Pegasus. Dresden: Heinrich Minden: 1889 – Die erste Bank. Glogau: Carl Flemming 1889 – Der Villenhof. Berlin W. 1890 – Zehn Geschichten. 1891 – Glück im Spiel. Eine Selbstmordgeschichte. Dresden: Heinrich Minden 1892 – Tote Symbole. Kiel: Lipsius & Tischer 1892 – Lügenohr. Fabeln und Gedichte in Prosa. Stuttgart: Cotta 1892 – Hypatia. Stuttgart: Cotta 1892 – Die Geisterseher. Humoristischer Roman. Berlin: Verlag des Vereins der Bücherfreunde 1894Kraft. Roman. Dresden: H. Minden 1894 – Die Geisterseher. Humoristischer Roman. Berlin: Verlag des Vereins der Bücherfreunde 1894 – Die Bunte Reihe. Berliner Roman. München: Albert Langen 1896Der steinerne Riese. Novelle. 1896 – Aus dem Märchenbuch der Wahrheit. Stuttgart: Cotta 1896 – Der wilde Jockey und anderes. München 1897 – Die böhmische Handschrift. Berlin u.a.: Albert Langen 1897 – Nach berühmten Mustern. Parodistische Studien. Hannover: Wehrhahn 1897 – Die Sprache. Frankfurt am Main: Literarische Anstalt Rütten und Loening 1906Totengespräche. Berlin: Karl Schnabel 1906 – Der letzte Deutsche von Blatna. Erzählung aus Böhmen. Berlin: Ullstein 1913Der letzte Tod des Gautama Buddha. München: Müller 1913 – Gespräche im Himmel und andere Ketzereien. München: G. Müller 1914 – Vom armen Franischko. Kleine Abenteuer eines Kesselflickers. Konstanz a. B.: Reuss & Itta 1915 – Der steinerne Riese. Eine fast wahre Geschichte. Konstanz: Reuß & Itta 1916 – Die böhmische Handschrift. Konstanz: Reuß & Itta 1916 – Die bunte Reihe. Roman. Berlin: Kronen 1917 – Der goldene Fiedelbogen. 2 Novellen aus Böhmen. Konstanz a. B.: Reuß & Itta 1917 – Xanthippe. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1919 – Böhmische Novellen. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1919 – Muttersprache und Vaterland. Leipzig: Dürr & Weber 1920 – Kraft. Roman. Berlin: Ullstein 1920 – Spinoza. Ein Umriss seines Lebens und Wirkens. Dresden: C. Reissner 1921 – Wörterbuch der Philosophie. Neue Beiträge zu einer Kritik der Sprache. Leipzig: Meiner 1923 – Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1920-1923 – postum: Gottlose Mystik. Dresden: C. Reissner 1925 – Die drei Bilder der Welt. Erlangen: Verlag der Philosophischen Akademie 1925 – Gottfried Keller. Ein Totengespräch. Stuttgart: Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik AG 1926 – Fritz Mauthner. Leipzig: F. Meiner 1927 – Aristoteles. Ein Unhist. Essay. Berlin: Bard & Marquard 1934 – Prager Jugendjahre. Erinnerungen. Frankfurt am Main: S. Fischer 1969 – Zur Grammatik und Logik. Berlin: Ullstein 1982 – Zur Sprache und zur Psychologie. Berlin: Ullstein 1982 – Zur Sprachwissenschaft. Berlin: Ullstein 1982 – Sprache und Leben. Salzburg: Residenz 1986 – Der neue Ahasver. Ein Roman aus Jung-Berlin. Berlin: Philo 2001 – Hauptwerke: s. v. Wilpert, 1988, S. 536 f.

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Herausgabe

Bekenntnisse einer Spiritistin. Berlin: Conitzer 1890Jacobis Spinoza-Büchlein nebst Replik und Duplik. München: Müller 1912 – Die Eitelkeit und Unsicherheit der Wissenschaften und die Verteidigungsschrift. Wiesbaden: M. Sändig 1913.

Selbstständige Veröffentlichungen über

J. Kühn: Gescheiterte Sprachkritik. Fritz Mauthners Leben und Werk. Berlin: de Gruyter 1975 – W. Eschenbacher: Fritz Mauthner und die deutsche Literatur um 1900. Eine Untersuchung zur Sprachkrise der Jahrhundertwende. Frankfurt am Main: Lang 1977S. G. Dapía: Die Rezeption der Sprachkritik Fritz Mauthners im Werk von Jorge Luis Borges. Köln: Böhlau 1993M. Kurzreiter: Sprachkritik als Ideologiekritik bei Fritz Mauthner. Berlin u.a.: Lang 1993 – A. Berlage: Empfindung, Ich und Sprache um 1900. Ernst Mach, Hermann Bahr und Fritz Mauthner im Zusammenhang. Berlin u.a.: Lang 1994 – H. Delf von Wolzogen, J. H. Schoeps: Gustav Landauer. Fritz Mauthner. Briefwechsel 1890-1919. München: Beck 1994 – E. Leinfellner, H. Schleichert: Fritz Mauthner. Das Werk eines kritischen Denkers. Köln: Böhlau 1995 – M. Thalken: Ein bewegliches Heer von Metaphern. Sprachkritisches Sprechen bei Friedrich Nietzsche, Gustav Gerber, Fritz Mauthner und Karl Kraus. Berlin u.a.: Lang 1999 – B. Ullmann: Fritz Mauthners Kunst- und Kulturvorstellungen. Zwischen Traditionalität und Modernität. Berlin u.a.: Lang 2000 – H. Henne, C. Kaiser: Fritz Mauthner. Sprache, Literatur, Kritik. Tübingen: Niemeyer 2000 – E. Leinfellner, J. Thunecke: Brückenschlag zwischen den Disziplinen. Fritz Mauthner als Schriftsteller, Kritiker und Kulturtheoretiker. Wuppertal: Arco 2004 – C. M. Kaiser: Fritz Mauthner. Journalist, Philosoph und Schriftsteller. Berlin: Hentrich und Hentrich 2006 – M. Gilleßen: Sprechen und Sprache. Fritz Mauthners empiristische Sprachkonzeption und deren soziale Konstitution im Kontext der Begriffe von Gebrauch, Spielregel und Gedächtnis. München: GRIN 2012 – H.-J. Hahn: Parodie, Dilettantismus, Wissenschaft. Fritz Mauthners politische Sprachkritik. Frankfurt am Main: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg 2018.

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

C. Walch: Der Frack des Herrn Chergal. Fritz Mauthner. Sprachkritik und Bedeutungswandel, in: Politische Betrachtungen einer Welt von Gestern, 1995, S. 473-494 – E. Leinfellner-Rupertsberger: Die Republik der Sprachen bei Fritz Mauthner. Sprache und Nationalismus, in: Die Wiener Jahrhundertwende, 1996, S. 389-405 – M. Bosch: Der Buddha vom Bodensee. Die Meersburger Jahre Fritz Mauthners, in: Bohème am Bodensee, 1997, S. 212-220 – H. Burger: Ohne Sprache, ohne Gott. Fritz Mauthner oder wie kritisch ist Sprachkritik?, in: Germanoslavica. Zeitschrift für germano-slawische Studien, Band 6, 1999, 2, S. 199-213 – V. Jícínská: Ein Leben in Fiktionen. Die Prager Jahre von Fritz Mauthner, in: Moderne in der deutschen und der tschechischen Literatur, 2000, S. 155-166 – M. I. Richter, H.-H. Müller: Meyer, Mauthner, Übermensch. Fritz Mauthners und Richard Moritz Meyers Korrespondenzen zu Sprachkritik und Sprachwissenschaft, in: Mediensprache und Medienlinguistik, 2001, S. 355-370 – C. Schapkow: Fritz Mauthners Spinoza-Bild, in: Jüdische Intellektuelle und die Philologien in Deutschland 1871-1933, 2001, S. 101-145 – A. Vierhufe: Fritz Mauthner und Wilhelm Raabe, in: Von Wilhelm Raabe und anderen, 2001, S. 259-282 – A. M. Haas: Fritz Mauthners und Paul Valérys Auffassung einer gottlosen Mystik, in: Mystik im Kontext, 2004, S. 450-462 – R. Helmstetter: Fritz Mauthner an Hugo von Hofmannsthal (Kommentar), in: Briefe aus dem 20. Jahrhundert, 2005, S. 18-22 – E. Wolfgang: Fritz Mauthner als Jurist, in: Recht gestern und heute, 2006, S. 179-192 – K. Rinas: Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt. Fritz Mauthners Weg zur Sprachphilosophie, in: Brücken. Germanistisches Jahrbuch, Band 13, 2006, S. 139-155 – M. Klaue: Aufbauende Zerstörung. Metapherntheorie und Sprachmetaphorik im Werk von Fritz Mauthner, in: Sprachkunst. Beiträge zur Literaturwissenschaft, Band 37, 2006, 1, S. 29-49 – M. Klaue: „Artikuliertes Lachen“. Fritz Mauthner und die deutschsprachige Nonsensdichtung, in: Else-Lasker-Schüler-Jahrbuch zur klassischen Moderne, Band 3, 2006, S. 75-103 – W. Frei: Besuch im Glaserhäusle. Fritz und Hedwig Mauthner und ihre Gäste, in: Schwabenspiegel, 2006, S. 1385-1397 – E. Leinfellner: Drei Pioniere der philosophisch-linguistischen Analyse von Zeit und Tempus. Mauthner, Jespersen, Reichenbach, in: Time and history. Proceedings of the 28. International Ludwig Wittgenstein Symposium, Kirchberg am Wechsel, Austria, 2005, 2006, S. 337-361 – H. Schwinn: Die adjektivistische, die substantivische und die verbale Welt. Zur Drei-Welten-Theorie von Fritz Mauthner, in: Grammatische Untersuchungen. Analysen und Reflexionen, 2006, S. 617-631 – U. Janson: Fritz Mauthner. Ein böhmischer Jude in Baden. Schriftsteller, Jude, Atheist und Mystiker, in: Freiburger Diözesan-Archiv. Zeitschrift des Kirchengeschichtlichen Vereins für Geschichte, Christliche Kunst, Altertums- und Literaturkunde des Erzbistums Freiburg mit Berücksichtigung der angrenzenden Bistümer, Band 129, 2009, S. 11-124.

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Nachlass/Vorlass
GND-Nummer
118579304   Link zu diesem Datensatz in der DNB

Universitäts- und Landesbibliothek Münster, Handschriftenabteilung / Historische Bestände

Institution
Universitäts- und Landesbibliothek Münster, Handschriftenabteilung / Historische Bestände
Bestand
Sammlung
Ordnung
geordnet
Umfang
3 Kapseln, 2 Mappen
Nutzung
uneingeschränkt
Inhalt

Werkmanuskripte: Gedicht von F. Mauthner „An S.“, 31.5.1874; Korrespondenzen: Briefe u.a. an Gerhart Hauptmann, an Gustav Landauer und von Hermann Hesse, auch Briefe weder von noch an F. Mauthner, Korrespondenz mit Buchhandlungen; Lebensdokumente: Fotokarte F. Mauthner in einem Garten abbildend; Fotokarte mit dem Grab F. Mauthners, auf der Rückseite ein Brief; Sammlung: Schriften über F. Mauthner, Rezensionen seiner Werke, Zeitungsausschnitte, Materialsammlung über Nachlasser und Werk, nach seinem Tod zusammengetragen

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