Pseudonym
Karl Stratow.
Biographie

Geboren am 19. März 1903 in Fürstenwalde an der Spree. Abitur in Kassel. Ab 1921 Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Volkskunde in Göttingen, Frankfurt, München, Köln, Bonn und Berlin. 1928 Dr. phil. in Leipzig. Erste Anstellung am Hessischen Landesmuseum. Assistent am Museum am Augustplatz in Leipzig. 1930 Museumsleiter in Stolp/Pommern. Kriegsdienst in Russland. Schwere Verwundung. Gefangenschaft. Zeitweiliger Wohnsitz in Korbach/Waldeck. Von 1935 bis 1945 wissenschaftlicher Angestellter der Stadt Kassel. Ab 1951 Leiter des Deutschen Tabak- und Kreismuseums Bünde. 1973 Gründer und Stifter des Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums Bad Oeynhausen. Bis 1981 dessen Museumsdirektor. Er starb am 23. Oktober 1992 in Bad Oeynhausen.

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Auszeichnungen

Vorschlagliste der besten Jugendbücher (1966) – Sonderpreis der Kogge (1967) – Bundesverdienstkreuz (1981).

Selbstständige Veröffentlichungen

Klassizismus und Romantik auf Wilhelmshöhe. Kassel: Bärenreiter 1928 [Abb.; Diss. phil.] – Das Stolper Land. o.O. 1933 – Bildchronik der Stadt Kassel nach Bildern von Franz Schnabel. München: Heine 1938 [Illustr.] – Weihnachtsmann, sieh mich an. Bilderbuch. Sachsenhausen-Waldeck: Rüster 1949 [Illustr.] – Bünde im Wittekindsland. Berlin: Buhrbank 1953 [Illustr.] – Landkreis Herford-Widukindsland. Hg. von der Kreisverwaltung Herford. Herford [um 1954] – Frau Holles Weg in deine Seele durch Märchen und Begebnis. Kunstmärchen um Frau Holle. Eschwege: Roßbach 1956 – Unser Gemeindehaus in Ennigloh 1910-1960. Hg. von der Gemeinde Ennigloh. Ennigloh 1960 – Ein Rundgang durch das Kreisheimat- und Tabakmuseum in Bünde. Hg. vom Landkreis Herford und der Stadt Bünde. Herford: Landkreis Herford 1965 – Das große Buch vom Rübezahl. Hannover: Sponholtz 1965 [Illustr.] – Das Kreis-Heimat- und Tabakmuseum in Bünde. Hg. von der Stadt Bünde. Bünde 1965 – Wittekindsland im Bild. Herford: Maximilian 1966 [Fotogr. von E.A. Eberhard] – Das goldene Auto. Eine Liederreise ins Weserland. Worte und Weisen. Hameln: Sponholtz 1979 [Illustr.] – Bünde, meine kleine Stadt erzählt. Von Bürgern, berühmten Leuten und Zigarren. Herford: Maximilian 1982 [Illustr.] – Dokumentation des Deutschen Märchenmuseums 1973-1983. Bad Oeynhausen 1982.

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Herausgabe

Walter Schliephake. Ein deutscher Maler. Kassel: Bärenreiter 1938 [Illustr.] – Frau Holle, Märchen und Sagen. Kassel: Bärenreiter 1952; Husum: Husum-Druck- und Verl.-Ges. 1986 – Die Wittekindsage. Zusammengestellt und neu erzählt. Hannover: Sponholtz 1960, 1982, 1994 – Die schönsten Wesersagen. Sagen, Legenden, Begebnisse, Historien, Lügenmären und Nachrichten von Zauberbergen, Ritterburgen, alten Städten, Steinen, Brunnen, Heiligen, Hexen, weisen Frauen, Riesen, Zwergen, Spukedingern sowie verwegenen und absonderlichen Käuzen. Nach den Überlieferungen aus schriftlichen und mündlichen Quellen zusammengetragen, nach Sagenkreisen geordnet und völlig neu erzählt. Kassel: Bärenreiter 1961; Hameln: Sponholtz 1989, 2004 [Rez.: I. Meidinger-Geise, in: Westfalenspiegel 1961, H. 3] – Volkssagen und Märchen um Frau Holle. Kassel: Bärenreiter 1962 – Das große Buch vom Rübezahl. Kassel: Bärenreiter 1965 – Weihnachtsgeschichten aus über tausend Jahren. Herford: Koehler 1967, 1977; Bergisch Gladbach: Lübbe 1980 (2 Aufl.); Hameln: Niemeyer 1994 – Frau Holle. Volksmärchen und Sagen. Husum: Husum-Druck- und Verlags-Gesellsch. 1986 – Rübezahl. Sagen und Legenden. Kassel: Bärenreiter 1986, 1990, 1993.

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Unselbstständige Veröffentlichungen in

(Ausw.) einer Vielzahl von Tagesztg., Zeitschr. und Anthologien, u.a. Kasseler Tageblatt 1924, 1926 – Kasseler Post 1929 – Cicerone, Leipzig, 1928, 1930 Das Land Kassel. Katalog. Kassel 1929 – Thieme-Becker 1929 [6 Art.] – Unser Pommernland 1933 – Heimat-Schollen 1934 – Der Türmer, Berlin, April 1936 – Hess. Heimat 1939, 1952, 1971 – Dt. Volkskunde 1942 – Die neue Schau 1951 – Der Hausfreund, Kassel, 1952 – Heimatkalender Kreis Frankenberg 1952 – Waldeck. Landeskalender Korbach 1953 – Die gute Saat. Lesebuch für das 5. und 6. Schuljahr. Bd. 4. Braunschweig 1954 – Westfalenspiegel 1952, 1966, 1971 – Ostdt. Monatshefte 1958 – Wittekindland, Herford Heute 1960 – Badeztg. Staatsbad Bad Meinberg 1970 – 50 Jahre Haus und Grund aus Westfalen-Lippe 1971 – Telos, Berlin, 1971 – Der Remensnider 1977-1979 – Der Eisbrecher 1979 – Leben und Erziehung, Freiburg/Br., 1980 – Sternbergkreis 1981-1982.

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Selbstständige Veröffentlichungen über

Karl Paetow zum 80. Geb. Bücher, Bilder, Lieder eines volkstüml. Erzählers. Mit Biogr. und Bibliogr. hg. von G. Seib. Hameln 1983 [zahlr. Fotogr.].

Unselbstständige Veröffentlichungen über

[el:] Neue Version der Varusschlacht. Nach Meinungen des Bünder Museumsleiters [Dr. Karl Paetow] spielte sich das hist. Geschehen links der Weser ab, in: Freie Presse vom 19.3.1966 – I. Meidinger-Geise: Karl Paetow, ein Unverwüstlicher, in: Pommern 1973, H. 3 – H. Jantzen: Karl Paetow, in: H. Jantzen: Namen und Werke, Biogr. und Beitr. zur Soziologie der Jugendbewegung. Bd. 2. Frankfurt/M. 1974, S. 271-274 – Das Märchenmuseum war ein langgehegter Traum. Dr. Karl Paetow starb im Alter von 89 Jahren, in: Neue Westfälische vom 29.10.1992 – R. Doblies: Eine Villa voller Kostbarkeiten. Einfach märchenhaft. Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum in Bad Oeynhausen, in: Westfalenspiegel 53, 2004, H. 6, S. 20 – F. Brusniak: „Im Frieden der Nacht“. Die drei Weisen aus dem Morgenland und das „Friedenslied“ der ersten „Nachkriegs-Weihnacht“ in Meineringhausen 1945 von Karl Paetow, in: Waldeckischer Landeskalender 2021, 294. Jahrgang. Korbach 2020, S. 171-187.

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Nachlass/Vorlass

Bestände in westfälischen Archiven – Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: DLA Marbach: Brief an Paul Ernst, 15.2.1933.

Sammlungen

1. StA Bad Oeynhausen: 1 Mappe Zeitungsausschnittslg. – 2. Westf. Literaturarchiv Hagen: Slg.

Nachschlagewerke

Kürschner: Dt. Gelehrtenkalender 7, 1950 – Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1952-1978 – Degener, 12. Aufl. 1955 – Sie schreiben zwischen Paderborn und Münster 1977 – Who’s Who in Literature? Bd. 1, 1978/79 – Lipp. Bibliogr., Bd. 2, 1982 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 11, 1988 – Literatur-Atlas NRW 1992 – Westf. Literaturführer 1992 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 979, Sp. 53f. – Dt. Bibliothek.

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Grabstätte/ Gedenkstätte

2019 wurde Karl Paetows Grab auf dem alten Bünder Friedhof aufgelöst. Sein Grabstein befindet sich nun im Garten des Märchenmuseums Bad Oeynhausen.

GND-Nummer
118738992   Link zu diesem Datensatz in der DNB

Stadtarchiv Bad Oeynhausen

Institution
Stadtarchiv Bad Oeynhausen
Bestand
echter Nachlass
Ordnung
geordnet
Umfang
77 Archivkartons
Nutzung
genehmigungspflichtig
Signatur
Bestand Nachlass 8 (Dr. Karl Paetow)
Inhalt

1. Lebensweg und Familie (1875-1998), 110 Verzeichnungseinheiten; 2. Korrespondenz (1906-1992), ca. 1110 Verzeichnungseinheiten; 3. Werkmanuskripte (1913-1992), ca. 150 Verzeichnungseinheiten; 4. Sammlungen (ca. 1650-1995), ca. 310 Verzeichnungseinheiten



Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum, Bad Oeynhausen

Institution
Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum, Bad Oeynhausen
Bestand
Teilnachlass
Umfang
ca. 14 Regalmeter
Nutzung
uneingeschränkt
Inhalt

Korrespondenzen, Lebensdokumente, Sammlung, Nachlassbibliothek: Kinderbücher