Winfried Pielow


Biographie

Geboren am 19. Mai 1924 in Tungerloh/Pröbsting bei Gescher. Er wuchs im Münsterland auf. Gymnasium in Coesfeld. Durch Versetzung seines Vaters Umzug nach Marienwerder/Westpreußen. Dort 1942 Kriegsabitur. Von 1942 bis 1945 trat er den Arbeitsdienst an und wurde in die Wehrmacht eingezogen, woraufhin er in britische Gefangenschaft geriet. 1946/47 Ausbildung zum Volksschullehrer. Studium der Germanistik, Anglistik und Pädagogik in Münster. 1951 Dr. phil. Ab 1954 Assistent an der Pädagogischen Hochschule Alfeld. Seit 1960 Dozent und seit 1963 Professor für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur an der Pädagogischen Hochschule Münster, dann an der Universität Münster. 1989 emeritiert. Er lebte in Laer und starb am 12. April 2018 in Nordwalde im Kreis Steinfurt.

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Auszeichnungen

Internationaler Hörspielpreis (1992) – Kulturpreis des Kreises Steinfurt (2012).

Selbstständige Veröffentlichungen

Die Erziehergestalten der großen deutschen Bildungsromane von Goethe bis zur Gegenwart. o.O. 1951 [Diss. phil.] – Dichtung und Didaktik. Bochum: Kamp 1963, 1967, 1970 – Das Gedicht im Unterricht. Wirkungen, Chancen, Zugänge. München: Kösel 1965, 1968, 1970 1978; Baltmannsweiler: Schneider 1985 – Verhältniswörter. Gedichte. Darmstadt 1972 – Gift, Profit und Antiane. Eine szenische Partitur. Weinheim/Bergstr.: Dt. Theaterverlag 1973 – Hallo David, hau ab, David! Ein Stück in drei Bildern. Dt. Theaterverlag 1973 – Deutscher Schwindel. 11 Flucht- und Heimkehrgeschichten. Münster: Tende 1982 – Schreiben und Alltagskultur. Voraussetzungen und Haltungen des Schreibens in Schule, Hochschule und in außerschulischen Bereichen. Baltmannsweiler: Schneider 1984 [mit H.H. Koch] – Erbschaften oder das Glück der Schrift. Roman. Dülmen-Hiddingsel: tende 1989 – Das Alphabet. Ein Brief. Kassel: Jenior und Pressler 1993 – Die Utopie des Landlebens. Erzählungen. Dülmen: Laumann 1995 [Rez. W. Gödden, in: Westfalenspiegel 1996, H. 1] – Der Zeitzeuge. Münster: Monsenstein und Vannerdat 2002, 2004 – Pantasma: sieben Erzählungen. Dülmen: Laumann 2006 –Verschenktes Land. Münster: Edition Octopus 2013 – Pieletzkis Erinnerungen an die ersten Nachkriegsjahre. München: Monsenstein und Vannedrat 2016.

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Herausgabe

Kreativität und Deutschunterricht. Stuttgart: Klett 1973, 1978 [mit R. Sanner] – Theorie und Praxis im Deutschunterricht. Projekte und Vorschläge. München: Kösel 1975.

Unselbstständige Veröffentlichungen in

Neue Sammlung, 1966, Jg. 6, S. 515-526: Kategorsicher Imperativ. Hochverrat. Rede zum Gedächtnis von Willi Graf – J. Speck (Hg.): Das Personenverständnis in der Pädagogik und ihren Nachbarwissenschaften. Münster: Dt. Inst. f. Wiss. Pädagogik 1967, S. 147-166: Möglichkeiten personaler Erziehung im Deutschunterricht – H. Helmers (Hg.): Die Diskussion um das deutsche Lesebuch. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1969, S. 337-335: Nationalistische Muster im Lesebuch (1967) – W. Höffe, H. Schorer (Hg.): Sprachpädagogik, Literaturpädagogik. Frankfurt am Main: Diesterweg 1969, S. 208-222: Dialog-Spiel-Drama – H. Heuermann, P. Hühn (Hgg.): Literatur und Didaktik. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 1973, S. 194-198: Dichtung und Didaktik; S. 198-200: Über die Anteilnahme an der modernen Literatur – K. Stocker, R. Buchberger (Hgg.): Literatur der Moderne im Deutschunterricht. Königstein: Scriptor 1982, S. 152-186: Die Schrift der modernen Lyrik. Didaktische Überlegungen – H. Arntzen, J. P. Wallmann (Hgg.): Ernst Meister. Hommage. Überlegungen zum Werk. Münster: Aschendorff 1985, S. 73-81: Topografische Beschreibung einer Wahrnehmungsänderung durch ein Gedicht – D. Boueke, R. Scanner (Hgg.): Schreiben. Schreiben lernen. Tübingen: Narr 1985, S. 92-115: Schreibabenteuer mit Deutschstudenten – K. Ermert (Hg.): Was bewegt die Schreibbewegung? Kreatives Schreiben. Selbstversuch mit Literatur. Rehburg-Loccum: Evang. Akad. Lossum 1990, S. 30-47: Über die literarische Kultur des Schreibkreises – Diese Alltage überleben. Hg. von M. Walther. Münster 1992 – L. Folkerts (Hg.): Liebe Stadt im Lindenkranze. Köln 1993 – Sinn und Form 46, 1994: Die ungesäumte Wegwerfung des Lebens. Der Diskurs des Offiziers Axel von dem Bussche – Westfalenspiegel, Münster 1994, Jg. 43, H. 2, S. 45-47: Ein unfaßbar großer Mut. Spurensuche: Denkmäler und Inschriften für Widerstand und Verfolgung in Westfalen während der NS-Zeit – W. Wiemold (Hg.): Chronik der Bauernschaftsschulen in Gescher. Bd. 9. Gescher: Heimatbuch Gescher 1996, S. 353-256: Über die Schule in Tungerloh-Pröbsting – W. Wiemold (Hg.): Chronik der Bauernschaftsschulen in Gescher. Bd. 9. Gescher: Heimatbuch Gescher 1996, S. 8-10: Zur Geschichte der Landschulen im Münsterland – P. Conrady (Hg.): Faschismus in Texten und Medien. Oberhausen: Athena 2004, S. 83- 99: „Der Zeitzeuge“. Ein Roman zum Tagebuch aus dem Zweiten Weltkrieg –C. Meyer (Hg.): Bis zum Lorbeer versteig ich mich nicht. Münster: Ardey 2007, S. 433-445: Buchsbaumscherer mit Gönnerinnen – M. Schöneberg (Hg.): Die jüdischen Gemeinden in Borken und Gemen. Bielefeld: Verl. für Regionalgeschichte 2010, S. 276-282: „Ich werde heute nicht unterrichten“: Auszug aus der Erzählung „Zurück nach Tungerloh“ – G. Bühren u.a. (Hg.): Nach dem Frieden. Münster 1998: Friedensziegel [dass. u.d.T.: Stunde Null in Münsters Trümmern, in: Denk ich an Münster. Hg. J. Böckling. Münster 2000] – zahlr. weitere Erz. und Ged. in Zeitschr. und Anthologien.

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Rundfunk

Hörspiele: Das weiße Haus auf der Lichtung (WDR 1990) – Die lange Weile der Briefe danach (WDR 1992) – Der Schnitt (WDR 1995) – Der Hochton (WDR 1996).

Selbstständige Veröffentlichungen über

J. Hein, H.H. Koch, E. Liebs (Hg.): Das Ich als Schrift. Über privates und öffentl. Schreiben heute. Zum 60. Geb. von Winfried Pielow. Baltmannsweiler: Schneider 1984 – J. Hein: Festschrift aus Anlaß des 65. Geburtstages und der Emeritierung von Professor Dr. Winfried Pielow. Münster: WWU, Fachbereich 21 1989.

Unselbstständige Veröffentlichungen über

W. Gödden: Das Verhängnis der Bücher und der Schönheit. Die Bedeutung des Niederdeutschen in Winfried Pielows Hörspiel „Die lange Weile der Briefe danach“, in: Jb. der Wibbelt-Gesellschaft Münster 19, 2003, S. 7-17 – K. Weßling: Geprägt von traumatischen Kriegsjahren. Erzähler Winfried Pielow erhält Kulturpreis 2012, in: Unser Kreis. Jahrbuch für den Kreis Steinfurt. Steinfurt 2013, S. 134-136 – W. Gödden: Ein Erzähler mit vielen Mustertugenden. Laudatio auf Winfried Pielow anlässlich der Verleihung des Kulturpreises des Kreises Steinfurt 2012, in: A. Maxwill, W. Gödden (Hgg.): Literatur in Westfalen. Bd. 13. Bielefeld: Aisthesis 2014, S. 517-527 – W. Gödden: Wiedergeburt der Zivilisation aus dem Geiste des Buchsbaums. Winfried Pielow ist ein Erzähler mit vielen Tugenden, in: W. Gödden (Hg.): Queerbeet 4. 63 neue literarische Erkundungen in Westfalen. Bielefeld: Aisthesis 2014, S. 290-300.

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Erwähnungen in

L. Köhn: Entwicklungs- und Bildungsroman. Ein Forschungsbericht. Stuttgart: J.B. Metzler 1969 I. Jung: Schreiben und Selbstreflexion. Eine literaturpsychologische Untersuchung literarischer Produktivität. Opladen: Westdt. Verl. 1989 [Diss.] – C. Vorst: Familie als Erzählkosmos. Phänomen und Bedeutung der Chronik. Münster: Lit 1995 [Diss.] – E. K. Paefgen: Schreiben und Lesen. Ästhetisches Arbeiten und literarisches Lernen. Opladen: Westdt. Verl. 1996 – C. Horst: Alle Geschichten (er)zählen. Aktivierendes kreatives Schreiben gegen Diskriminierung. Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich 2017.

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Sammlungen

StLB Dortmund, Personenslg.: Zeitungsausschnittslg.

Nachschlagewerke

Leben im Münsterland 1978 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 11, 1988 – Westf. Autorenverzeichnis 1993 – Literatur-Atlas NRW 1992 – Sowinski 1997 – Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1998 – Dt. Bibliothek.

GND-Nummer
130266345   Link zu diesem Datensatz in der DNB