Mathilde Raven


Biographie

Geboren als Mathilde Beckmann am 16. Februar 1817 in Meppen/Niedersachsen, Tochter eines Beamten. Besuch der dortigen Elementarschule. 1831 erste dichterische Versuche. 1834 kam sie für einige Jahre (Brümmer) zur Ausbildung nach Münster. Später zog sie mit ihren Eltern nach Osnabrück, wohin ihr Vater versetzt worden war. 1849 Heirat mit dem Anwalt Karl Raven. 1853 Umzug nach Celle. An den politischen Bewegungen der sechziger Jahre nahm sie lebhaften Antheil und trat namentlich in mehreren Flugschriften […] als eine Vertheidigerin des Nationalvereins auf. (Brümmer) Politisch-publizistische Tätigkeit für den Nationalverein. Seit 1870 war sie verwitwet. Sie zog zu ihrer Schwägerin nach Leer und wohnte später in Berlin, Bremen und zuletzt in Dresden, wo sie im November 1902 [1898?] starb.

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Selbstständige Veröffentlichungen

Herz und Krone, oder Wilhelm von Lecce. Trauerspiel in 5 Akten. Osnabrück 1845; Neuaufl. Celle 1862; Bremen: Kühtmann 1870. 140 S. – Eine Familie aus der ersten Gesellschaft. Düsseldorf: Buddeus 1847. 419 S. (ULB Münster, UB Bonn); 2. Aufl. Düsseldorf: Buddeus 1856. 419 S. (UB Bonn) – Welt und Wahrheit. Roman. 4 Bde. Düsseldorf: Kaulen 1851. XX, 1601 S. (UB Bonn) – Schwanwitt. Ein Märchen in 15 Gesängen. Düsseldorf: Kaulen 1851; mit dem Untertitel: Ein Sommermärchen. Düsseldorf: Kaulen 1852; 2. Aufl. Düsseldorf: Kaulen 1853. 80 S. (StUB Köln, ULB Düsseldorf); 6. Aufl. Norden: Fischer 1888. 78 S. – Eversburg. Roman. 3 Bde. Hannover: Rümpler 1855. 596 S. – Hermine. Der Briefträger. Zwei Erzählungen. Hannover: Rümpler 1856. 251 S. – Marie, oder Ein Geheimniss. Schauspiel in 5 Acten. Düsseldorf 1858 – Galileo Galilei. Ein geschichtlicher Roman. 2 Bde. Leipzig: Brockhaus 1860. 716 S. – Herr von Bennigsen und der Nationalverein. Ein offenes Wort an den anonymen Verfasser des „Offenen Briefes“. Coburg: Streit; Expedition der Wochenschr. des Nationalvereins 1860. 35 S. (ULB Münster, StUB Köln) – Die deutsche Frage und die servile Presse. Eine Antwort auf das „Sendschreiben“ des Amonymus Nr. IV. Coburg: Streit 1861 – Aus vergangener Zeit. Gedichte. Celle: Schulze 1863. 280 S.; Neuaufl. Bremen 1881 – Eine Rolle Gold. Erzählung. Leipzig: Brockhaus 1864. 294 S. – Der erste April. Scherz in 1 Act. Erfurt: Bartholomäus 1870 – Der Zauberspiegel. Dramatischer Scherz in 1 Act. Erfurt: Bartholomäus 1871 – Glänzende Aussichten. Roman. 3 Bde. Hannover: Rümpler 1872. 656 S. – Elisabeth von Ungnad. Historischer Roman. Berlin: Janke 1875. 3 Bde. 667 S.; Neuaufl. Leipzig: Janke 1938. 319 S. (Lipp. LB Detmold); mit dem Untertitel: Biographischer Roman aus der Geschichte Oldenburg-Ostfrieslands. Wilhelmshafen: Lohse-Eissing 1964. 297 S. – Ein Adjudant Buonapartes. Historischer Roman. 3 Bde. Berlin: Janke 1876. 679 S. – Die böse Fölke. Historischer Roman. Berlin: Janke 1879 (= Dt. Romanztg. 16, Bd. 4, Nr. 37-48) – Ein Geheimniß. Original-Drama in fünf Akten. Hamburg: Sachse [um 1880] – Moderne Pharisäer. Roman. 1882 – De guade Foelke. Historischer Roman. Emden: Haynel 1887 –postum: Die Schiffer von Timmel. Eine Erzählung aus der Franzosenzeit. Aurich: Dunkmann 1937. 111 S.

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Unselbstständige Veröffentlichungen in

Hartmann: Schatzkästlein 1885, S. 390-392: Die Tanne auf der Heide; Versunken; Was mir geblieben; Mein Wunsch; Moses – Baehr: Rhein.-westf. Dichterbuch 1888, S. 494-496: Was mir geblieben; Mein Wunsch; Alles geht vorüber.

Briefe

Sendschreiben an Frau Mathilde Raven. Hannover 1861 [anonym].

Unselbstständige Veröffentlichungen über

M. Stolzenau: Juristenwitwe konnte vom Schreiben leben. Die Schriftstellerin Mathilde Raven wurde vor 200 Jahren geboren. Sie wohnte viele Jahre in Leer, in: Ostfriesen-Zeitung, 2017, 14. Feb., S. 16 – M. Stolzenau: Autorin der „Elisabeth von Ungnad“. Schriftstellerin Mathilde Raven vor 200 Jahren in Meppen geboren, in: Heimat am Meer. Wilhelmshavener Zeitung, 2017, 3, o.S.

Erwähnungen in

Möhrmann 1977 – Woesler 1980, S. 396.

Nachlass/Vorlass

Bestände außerhalb von Westfalen: 1. Nieders. SB/UB Göttingen: Brief 1857 an A. Ellissen – 2. Kestner-Museum Hannover: Brief an Hermann Harrys, Osnabrück, 19.8.1844 – 3. UB Bonn: 3 Briefe an W. Kaulen, Celle, 1855, 1866 und 1874 – 4. Theatermuseum Köln: Brieffragm. an unbekannten Adressaten, Osnabrück, 15.7.1852.

Sammlungen

WLA Hagen: Materialslg.

Nachschlagewerke

Voß 1847 – Schütze 1862 – Groß 1865 – Hoefer 1876 – Brümmer, Bd. 2, 1877 – Groß, 2. Aufl., 1882 – Bornmüller 1882 – Brümmer 1885; 6. Aufl. 1913 – Eckart 1891 – Hinrichsen, 2. Aufl. 1891 – Schrattenthal 1893 – Oelsner 1894 – Bindewald 1895 – Leimbach, Bd. 6, 1896 – Pataky, Bd. 2, 1898 – Rothert, Bd. 2, 1914 – Groß 1922 – Friedrichs 1981 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 12, 1990 – Biogr. Handbuch Osnabrück 1990 – Dt. biogr. Archiv, Fiche 1063, Sp. 423-427; N.F. Fiche 1047, Sp. 229 – Nachweise zu Gedichtveröffentl. in Anthologien im Archiv Kurt Rüdiger, Karlsruhe.

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GND-Nummer
116367253   Link zu diesem Datensatz in der DNB