Pseudonym
Eichenhorst.
Biographie

Geboren am 21. November 1788 in Brilon. Von 1792 bis 1804 Schulzeit in Brilon und Düsseldorf. Studierte von 1805 bis 1808 in Gießen und Heidelberg Jura. 1810 Dikasterialexamen und Beginn der beruflichen Laufbahn als Akzessist beim Hofgericht in Arnsberg. 1811 Ernennung zum Hofgerichtsadvokaten und Prokurator in Arnsberg. Erste Veröffentlichungen in historischen Zeitschriften. 1814 Beginn der richterlichen Tätigkeit am Patrimonialgericht in Scharfenberg. 1823 Justizamtmann in Rüthen und Belecke. 1830 Übernahme der Direktion des Briloner Gerichts. 1831 amtlicher Auftrag zur Bearbeitung der Statuarrechte des Herzogtums Westfalen. 1833 Abgeordneter des 4. Standes im Westfälischen Provinziallandtag. 1837 Land- und Stadtgerichtsrat im Justizamt Arnsberg. 1838 Erwerb des Arnsberger Wohnhauses. Gründung des Historischen Vereins zu Arnsberg. 1844 Reisen nach Bayern und Österreich. 1850 Beförderung zum Kreisgerichtsrat in Arnsberg. 1859 Philosophische Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig. 1860 Ehrendoktor der Universität Bonn. 1862 Pensionierung. Verstarb am 17. November 1871 in Arnsberg. Betätigte sich auch als Bibliograph und Schriftsteller.

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Auszeichnungen

1860 Ehrenbürgerschaft der Städte Brilon und Neheim – 1862 Medaille für Kunst und Wissenschaft.

Selbstständige Veröffentlichungen

Westfälische Beiträge zur deutschen Geschichte. 2 Bde. Darmstadt: Taschè 1819, 1823 (ULB Münster, WLMKuK Münster) – Carls des Großen Gauverfassung im Herzogthum Westfalen. Lemgo: Meyer 1832 – Ueber die Succession-Ordnung in den adlichen Familien des Herzogthums Westfalen, und über die Untheilbarkeit ihrer Güter. Arnsberg 1836 – Die Statutar- und Gewohnheitsrechte des Herzogthums Westfalen. Aus den Quellen geschichtlich und practisch dargestellt. Mit Urkunden und Rechtsfällen. Arnsberg: Ritter 1839 – Westfälische Bilder [mit Anm.]. Arnsberg 1844 – Chronik von Brilon. Arnsberg 1845 – Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen. Bd. 1, Abt. 1: Diplomatische Familiengeschichte der alten Grafen von Westfalen zu Werl und Arnsberg. Arnsberg: Ritter 1845. 6, 279 S. (UB Bochum); Bd. 1, Abt. 2: Diplomatische Familiengeschichte der Dynasten und Herren im Herzogthum Westfalen. Arnsberg: Ritter 1855 (UB Bochum); Bd. 1, Abt. 3, T. 1: Geschichte des Landes und seiner Zustände. Die Anfänge der westfälischen Geschichte bis zum Ausgange der Karolinger, 1-912. Arnsberg: Ritter 1860 (UB Siegen, UB Bochum, ULB Münster); Bd. 1, Abt. 3, T. 3: Geschichte des Landes und seiner Zustände. Die Zeiten der Blüte und Kraft des deutschen Reiches, 912-1272. Arnsberg 1864 (ULB Münster); Bd. 1. Abt. 3, T. 4/1: Geschichte des Landes und seiner Zustände. Schluß der Landesgeschichte, von 1272/75 bis 1508. Nach des Verfassers Tode fortgesetzt von Wilhelm Tobien. Arnsberg: Ritter 1875 (ULB Münster) – Quellen der westfälischen Geschichte. 3 Bde. Arnsberg: Grote 1857-1869 (ULB Münster, UB Bochum, UB Siegen) – Wer hat das Frauenkloster zu Meschede gestiftet? o.O. 1860 – Zur Geschichte der Freigrafschaften in Westfalen. 31 Bde. Münster, Paderborn 1863-1871 – Beiträge zur Geschichte Westfalens. Paderborn 1866 [mit J. Kayser, W. Spancken und W. E. Giefers] (ULB Münster) – postum: Chronik des Minoritenklosters in Brilon. Brilon 1890 (ULB Münster); 2. Aufl. Brilon: Friedländer 1891. 96 S. (UB Bochum). Zahlreiche weitere historische und juristische Werke sowie Urkundenbücher, s. die unten genannten Nachschlagewerke.

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Herausgabe

Urkundenbuch zur Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen. 3 Bde. Arnsberg: Ritter 1839/1843/1854 – Blätter zur näheren Kunde Westfalens. Organ des historischen Vereins für das Herzogtum Westfalen. Jg. 1-3. Arnsberg: Stein 1862-1865. Jg. 4-21. Meschede: Harmann 1866-1871 (UB Bonn, StB Essen, WLMKuK Münster).

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Unselbstständige Veröffentlichungen in

Ruer: Vaterländ. Blätter für das Herzogtum Westfalen 1811, Bd. 1, H. 3: Beitrag zur Charakteristik des Zeitalters Heinrich des Löwen – Ruer: Vaterländische Blätter für das Herzogtum Westfalen 1811, Bd. 1, H. 4: Hans Christoph Schüngel von Echthausen – Ruer: Vaterländische Blätter für das Herzogtum Westfalen 1811, Bd. 1, H. 6: Hermann Hamelmanns Gedanken über die Wiedergeburt des reinen Evangeliums in Geseke – Ruer: Vaterländische Blätter für das Herzogtum Westfalen 1811, Bd. 2, H. 9: Eine Sammlung von Nachrichten über die Schriftsteller des Herzogthums Westfalen – Ruer: Vaterländische Blätter für das Herzogtum Westfalen 1811, H. 11 und 12: Patriotische Bemerkungen [Pseud. Eichenhorst] – Mallinckrodt: Neuestes Magazin der Geogr. 1816, S. 66-74: Versuch einer neuen geographischen Bestimmung aller im Herzogthum Westfalen gewesenen Freygrafschaften und Freystühle – Grote/Raßmann: Thusnelda 1816: Das Fegefeuer der westphälischen Ritterschaft; ein Beitrag zur Culturgeschichte Westfalens im 16ten Jahrhundert – zahlr. Beiträge, größtenteils historischen Inhalts, in: Rhein. Taschenbuch 1814-1816 – Grote: Jb. für Westfalen uns den Niederrhein 1817, Bd. 1 – Der Sprecher 37f., 1822f.; Jg. 47, 1827 – Westf. Anzeiger 1820, Nr. 20, 27, 32 und 46 – Gemeinnütziger Hauscalender für den Regierungsbezirk Arnsberg. Hg. von C.A. Düser. Jg. 1, Arnsberg 1820; Jg. 3, 1822 – Wigand: Archiv 1825/26, H. 1; H. 4; Jg. 1827/28, H. 2f.; Jg. 1829/30, H. 4; Jg. 1831/32, H. 5; Jg. 1832/34, H. 6 – Westphalia 1825; Jg. 1826 – Ulrich/Sommer: Archiv für preußisches Recht und Verfahren, sowie für dt. Privatrecht 1834f.; Jg. 1837: Bd. 1f., Bd.4, H. 3 [Fragmente über den Westfälischen Handel im Mittelalter; Zur Geschichte der Schulen in Westfalen]; Bd. 5f.  – Ledebur: Allg. Archiv für die Geschichtskunde des preußischen Staates 16, 1835 – Neues Archiv für preußisches Recht 1834-1836; Jg. 1839f.; Jg. 1845; Jg. 1847; Jg. 1852 – Zeitschr. für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde 1839, 2, S. 106: Aldenvels; Jg. 1847; Jg. 1851-1858; Jg. 1861; Jg. 1863-1871 – Wochenbl. für den Kreis Brilon 1845/46 – Blätter zur näheren Kunde Westfalens 1, 1862 [S. 93-96: Ein tragicomisches Jagdabenteuer]; Jg. 4, 1866; Jg. 6f., 1868f.; Jg. 9, 1871 – Zeitschrift für preußisches Geschichte und Landeskunde 1866: Zur fünfzigjährigen Jubiläumsfeier der Provinz Westfalen – postum: Sauerländischer Gebirgsbote 28, 1920, S. 28: Eulenspiegel in Brilon – Die Heimat 5, 1922, S. 38f.: Zur Münzgeschichte Brilons – Süderland 10, 1932, S. 111: Der erste Westfälinger. Legende – S. Stein (Red.): Das Kloster Bredelar und seine Bibel. Marsberg 1990, S. 37: Geschichte der Abtei Bredelar – H. Ismar (Red.): 800 Jahre Delecke. 1191-1991. Ein Dorf hat Geburtstag. Delecke 1991, S. 105: Die Marken des Arnsberger Waldes – Schmallenberger Sauerländer, Schmallenberg 2001, S. 104: Historische Reisebemerkungen Astenberg und Norderna.

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Briefe

Bürgermeister Boese zu Brilon an J. S. Seibertz zu Arnsberg. 27. Juli 1868. Münster: LWL- Landesamt für Archivpflege 1974.

Zeitgenössische Zeugnisse

Stammbuch der Familie Seibertz zu Wildenberg und Brunsappell [gedr. als Manuskript für Verwandte]. Arnsberg: Stein 1847 (ULB Münster) – Fünfzigjähriges Dienstjubiläum des Herrn Kreis-Gerichtsrats Dr. Johann Suitbert Seibertz, gefeiert zu Arnsberg am 20. Juni 1860, in: Zeitschr. für vaterländ. Gesch. 21, 1861, S. 397-404 [Abdr. der zahlr. Ehrungen zu diesem Anlass].

Selbstständige Veröffentlichungen über

Catalog der nachgelassenen Bibliotheken des Herrn Kreisgerichts-Rath Suitb[ert] Seibertz in Arnsberg […], welche […] bei J.M. Heberle in Cöln […] öffentlich versteigert werden […]. Köln 1874 (StUB Köln) – Johann Suitbert Seibertz (1788-1871). Leben und Werk eines westfälischen Historikers. Ausstellungskatalog mit Aufsätzen von H. Klueting und G. Brökel und einer Seibertz-Bibliogr. Hg. von H. Klueting unter Mitarb. von U. Mergel und A. Peukert. Brilon 1988 [darin u.a. S. 13-56: H. Klueting: Der westfälische Historiker Johann Suitbert Seibertz (1788-1871). Mit einer Bibliogr. seiner Schriften; S. 57-76: G. Brökel: Der Haus- und Gutsbesitz der Familie Seibertz in Brilon].

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

F. I. Pieler: Nekrolog, in: Zeitschr. für vaterländ. Gesch. 32, 1874, Anhang S. 1-16 – K. Tücking: Gedenkblatt an den Nestor unter den Historikern Westfalens, in: Blätter zur nähern Kunde Westfalens 9, 1871, S. 105-111 – F.X. Lohmann: Johann Suitbert Seibertz. Ein Denkmal, in: Die Heimat 1, 1913, Nr. 4 – H. Schauerte: Johann Suitbert Seibertz, in: Trutznachtigall 3, 1921, S. 140-143 – Johann Suitbert Seibertz. Zum 60jährigen Todestag des größten sauerländischen Geschichtsschreibers, in: Heimat. Monatsbl. für das märkische und kurkölnische Sauerland 14, 1931, S. 83f. und 94f. – F. Menne: Die beiden Seibertz. Gedenkrede bei der Enthüllung der Seibertz-Gedenktafel in Arnsberg am 30. November 1930, in: Heimatborn 8, 1931, Nr. 1f. – H. Schauerte: Johann Suitbert Seibertz, in: Gymnasium Petrinum in Brilon 1858-1933. Brilon, Lippstadt o.J., S. 16ff. – A. Balkenhol: Johann Suitbert Seibertz, einer der bedeutendsten Geschichtsforscher Westfalens, in: Die Warte 6, 1938, S. 97ff. – F. Menne: Johann Suitbert Seibertz. Zum 150. Geburtstag des westfälischen Historikers, in: Heimat und Reich 1938, S. 432f. – Johann Suitbert Seibertz. Der Altmeister der westfälischen Geschichtsschreibung. Ein Gedenkblatt zum 150. Geburtstag, in: Sauerländischer Gebirgsbote 46, 1938, S. 181f. – W. von Beesten: Johann Suitbert Seibertz zum Gedenken, in: Mitt. der westdt. Gesellsch. für Familienkunde 11, 1939, S. 1-8 – A. P. N. Seibertz: Ein Sohn aus altem Geschlecht [Johann Suibert Seibertz]. Mentor der westfälischen Geschichtsschreibung, in: Heimatblätter 63, 1983, S. 81-85 – H. Pardun: Johann Suitbert Seibertz, der Nestor der westfälischen Historiographie, in: Jb. Hochsauerlandkreis 1988, S. 68-71 – U. Mergel: Die große Liebe zur Geschichte. Vor 200 Jahren wurde in Brilon Johann Suitbert Seibertz geboren, in: Jb. Westfalen 1989 (1988), S. 183-189 – M. Pape: Johann Suitbert Seibertz. Ausstellung und Katalog zum 200. Geburtstag des westfälischen Geschichtsforschers, in: Sauerland 1989, S. 90f. – H. Klueting: Johann Suibert Seibertz. 1788-1871, in: Westfälische Lebensbilder, Bd. 15. Münster 1990, S. 135-164 – H. Pardun: Wie lautet der zweite Vorname von J. S. Seibertz?, in: Sauerland, Meschede 1994, 27, S. 95 – A. Burns: Die Anfänge der Geseker Flurnamenforschung. Oder auch: Drei um Geseke verdiente Historiker, in: Geseker Heimatblätter, Geseke 1996, 54, 394, S. 165 – E. Völlmecke: In memoriam. Zum 125. Todestag des Nestors unter den Historikern Westfalens Dr. Dr. Johann Suibert Seibertz, in: Strunzerdaal 15, 1996, S. 25-59 – R. D. Kohl: Eine Wappensammlung des 18. Jahrhunderts aus dem Nachlass des westfälischen Historikers Johann Suibert Seibertz (1788-1871), in: Der Märker 45, 1996, S. 81-83 – G. Schulte: „Vor allem mußt du mich duzen, den ich thue es ja auch“. Überlegungen zu einem Brief von Johann Suibert Seibertz im Stadtarchiv Schmallenberg, in: Schmallenberger Sauerland 2000, S. 75-79 – J. Stemmer: Der Vater des Malers: Johann Suitbert Seibertz (1788-1871), in: Engelbert Seibertz 1813-1905/Andrea Teuscher. Paderborn 2005. S. 5-12 (= Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte; 53) – R. Assman, H. P. Hümmer: Stammbuchblätter des westfälischen Historikers und Juristen Johann Suibert Seibertz Guestphaliae Gießen 1806/07, in: Einst und jetzt Würzburg. Bd. 62. Würzburg: Verein für Corpsstudentische Geschichtsforschung 2017, S. 143.

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Erwähnungen in

F. J. Niemann: Das Schulwesen der Stadt Brilon. Düsseldorf 1908, S. 63f. – J. Häming, A. Bruns: Die Abgeordneten des Westfalenparlaments 1826-1978. Münster 1978, S. 585f. – Gödden/Nölle-Hornkamp: Literaturführer 1992 [Stichw.: Brilon, Arnsberg u.ö.].

Bildnis

1. Lithogr. von Josef Resch (Brilon, Stadtverwaltung; Abb.: Klueting 1988, Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984) – 2. Porträt aus dem Jahre 1848, von seinem Sohn Engelbert Seibertz (verschollen, Fotogr. Sauerlandmuseum Arnsberg, Nachlass Engelbert Seibertz; Abb.: Klueting 1988) – 3. Federzeichn., das Ehepaar Seibertz darstellend, 1838, vermutl. von Engelbert Seibertz (Privatbesitz; Abb.: Klueting 1988) – 4. Altersfotogr. Johann Suitbert Seibertz in (Sauerlandmuseum Arnsberg).

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Nachlass/Vorlass

I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Weitere Handschriften in Westfalen: NW SA Münster: Testament (Kreisgericht Arnsberg, II, Nr. 1400), dienstliche Beurteilungen u.ä. – – III. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: nicht bekannt.

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Nachschlagewerke

Seibertz, Bd. 2, 1823, S. 132-137; Nachtr. S. 355f. – Hamberger/Meusel, 5. Aufl., Bd. 20, 1825 – ADB, Bd. 33, 1891 – Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984 – Westf. Lebensbilder 15, 1991, S. 135-164 (Harm Klueting) – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 1170, Sp. 317-324.

Grabstätte/ Gedenkstätte

1. Brilon: Gedenktafel am Geburtshaus (altes Pastoratsgebäude in der Schulstraße) – Gedenktafel am Wohnhaus, Seibertzsches Haus, heute Restaurant Bärenfänger – Gedenktafel am ehemaligen Minoritenkloster in Brilon (später Gymnasium, heute Standort der Briloner Hauptschule), die an die berühmtesten Schüler, u.a. auch Seibertz, erinnert – 2. Arnsberg: Gedenktafel am Wohnhaus (Königsstraße 13) – Grabstätte auf dem Arnsberger Eichholzfriedhof – Marmorrelief mit Porträt Seibertz‘ im Foyer des Landgerichts Arnsberg.

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GND-Nummer
119473674   Link zu diesem Datensatz in der DNB

Sauerland-Museum des Hochsauerlandkreises

Institution
Sauerland-Museum des Hochsauerlandkreises
Bestand
Teilnachlass
Ordnung
grob vorgeordnet
Umfang
2 Archivkartons
Nutzung
eingeschränkt
Inhalt

Briefe, Urkunden, Auszeichnungen, Quellen zur westfälischen Geschichte, Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogtums Westfalen, Zeugnisse, Bilder, Testament.