William von Simpson


Biographie

Geboren am 19. April 1881 auf dem Rittergut Nettienen/Kreis Insterburg in Ostpreußen. Er absolvierte eine traditionelle landwirtschaftliche und danach eine militärische Ausbildung. Zeitweilig war er Offizier in Deutsch-Südwest-Afrika. Später wurde er Gutsbesitzer in Ostpreußen und 1913 Landstallmeister des Sennergestüts Lopshorn im Teutoburger Wald. 1914 Kriegsteilnehmer. Als Kolonialoffizier bereiste er den Balkan und den Orient. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte er fünf Jahre in Brasilien. Später Wohnsitz in Berlin, Graz und seit 1934 in der Rominter Heide. Um 1935 ließ er sich in Scharbentz an der Ostsee nieder, wo er am 11. Mai 1945 starb.

Ein vielgelesener Erzähler und Reiseschriftsteller, dessen Werk der Unterhaltungsliteratur zugezählt wird. Er arbeitete zwanzig Jahre an seinem Hauptwerk, einer zweibändigen Familiengeschichte großen Stils, dem Roman Die Barrings, der von den Gründerjahren bis zur Jahrhundertwende reicht und Generationen des ostpreußischen Landadels zwischen 1875 und 1914 schildert. Die Barrings vermitteln die Ideale Tüchtigkeit und Sinn für Besitz, Instinkt für die Unantastbarkeit des ererbten Grund und Bodens und sicheres Gefühl für das, „was der Familie frommt“, und schildern den Verfall des Besitzes, als diese Ideale durch das Verhalten der Familienmitglieder untergraben werden. (Killy-Literaturlexikon) Die Familiensaga wurde mit Das Erbe der Barrings (Hamburg 1956) von seinem Sohn, Hubertus William von Simpson, fortgesetzt.

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Selbstständige Veröffentlichungen

Im Sattel vom Ostseestrand bis zum Bosporus. Berlin: Stilke 1915. 198 S. [Abb.] (ULB Münster, StUB Köln) – Tagesfragen zur deutschen Landpferdezucht. Berlin: Stilke 1917. 102 S. [Abb.] – Die Barrings. Roman. Potsdam: Rütten und Loening 1937. 794 S. (StB Wuppertal-Elberfeld); Neuaufl. Hamburg: Dulk 1949 (StLB Dortmund, StB Bochum); Neuaufl. Wien: Buchgemeinsch. Donauland 1954 (StB Bochum); neueste Aufl. u.d.T.: Die Barrings. Der große Ostpreußen-Roman. München: Heyne 1974. 670 S. (StB Wuppertal-Elberfeld) – Der Enkel. Roman. Potsdam: Rütten und Loening 1939. 634 S. (StLB Dortmund, StUB Köln, ULB Düsseldorf); Neuaufl. Hamburg: Dulk 1949. 669 S. (StUB Köln, StB Bochum); neueste Aufl. Gütersloh: Bertelsmann; Wien: Dt. Buchgemeinsch. 1976. 573 S. (ULB Münster).

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Unselbstständige Veröffentlichungen in

Lipp. Tagesztg. 24, Nr. 55 vom 25.2.-1.3.1919: Zur Pferdezuchtfrage in Lippe. Vortrag im Landwirtschaftlichen Hauptverein.

Unselbstständige Veröffentlichungen über

Der Dichter der „Barrings“ 60 Jahre alt. Ein Lebensabriß William von Simpsons, in: Lipp. Staatsztg. 13, Nr. 109 vom 22.4.1941 – J. Hohlfeld: Der Familienroman. Dichtung und Wahrheit um William von Simpsons „Barring“-Dichtung, in: Familiengesch. Bl., Leipzig, 40, 1942, H. 6/7, Sp. 89-102 – F. Lennartz: Simpson, William, in: F. Lennartz: Die Dichter unserer Zeit. 5. Aufl. Stuttgart 1952, S. 471f. – G. Stolz: Die Georgsburger Zeit der Simpsons, in: Der redliche Ostpreuße, Hauskalender, Leer, 24, 1973, S. 96f. [Bildn.].

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Bildnis

s. die Angaben in der o.g. Lit.

Nachlass/Vorlass

1. DLA Marbach: Briefe an Erwin Ackerknecht, 1937-1940 (7), an Carl Frhr. von Manteuffel-Katzdangen, o.D., von Erwin Ackerknecht, 1938-1940 (4) – 2. LB Kiel: an Gustav Frenssen, 1928.

Sammlungen

StLB Dortmund: Zeitungsausschnittslg.

Nachschlagewerke

Oehlke 1942 – Kutzbach 1950 – Krollmann, Bd. 2, 1967 – Lipp. Bibliogr., Bd. 1, 1956; Bd. 2, 1982 – Kosch, 2. Aufl., Bd. 3, 1956 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Aubert, 2. Aufl. 1975 – Hb. der deutschsprach. Emigration, Bd. 1, 1980 – Vogt-Leppla 1983 – Lennartz 1984 – Schmidt, 2. Aufl., 1985 – Wilpert,3. Aufl. 1988 – Killy, Bd. 11, 1992 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 1228, Sp. 257-260.

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Grabstätte/ Gedenkstätte

Auf dem Waldfriedhof Timmendorfer Strand, Kreis Ostholstein (Feld G2, Grab Nr. 36a).

GND-Nummer
118797379   Link zu diesem Datensatz in der DNB