Elise Sommer


Biographie

Anna Christiane Elisabeth (genannt Elise) Brandenburg am 29. Oktober 1761 als älteste von acht Kindern in Laasphe geboren. Ihr Vater Joachim Friedrich Brandenburg wahrscheinlich Jurist. In Stralsund bei ihrer Tante, der Schwester ihres Vaters, aufgewachsen und erzogen. Diese Zeit prägte sie sehr. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter 1778 Pflege des Vaters im elterlichen Haus in Burbach. Heirat 1779 mit dem 12 Jahre älteren Johann Ludwig Sommer aus Laasphe. Dieser zuletzt fürstlicher Kabinettsrat in Berleburg. Zehn Kinder, von denen drei jung starben. Nach Sommers Tod 1798 mittellos; Unterstützung durch die Verwandtschaft in Stralsund. Erste Gedichte. Umzug mit den Söhnen nach Marburg. Ihre Tochter Friederike Pauline Götze ebenfalls Schriftstellerin. 1806 Heirat mit dem Regierungsrat Friedrich August Jost und Rückkehr nach Berleburg. Scheidung oder Annullierung der Ehe zwischen 1807 und 1809. Danach lebte sie u.a. in Marburg, Darmstadt, Heidelberg, Kassel, Frankfurt/Oder, Bergen (Rügen) und Neisse, heute Nysa (Polen). Dort am 30. August 1836 gestorben, begraben auf Rügen.

Hinweise auf ihre Lebensverhältnisse finden sich im Vorwort zu ihrem Gedichtband 1813.

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Selbstständige Veröffentlichungen

Poetische Versuche. Marburg 1806 – Gedicht. Am hohen Geburtsfeste Ihrer Königlichen Hoheit der Durchlauchtigsten Großherzogin [Luise] von Hessen. Vorgesungen von Elise Sommer. Marburg 1811 (Hess. SA Darmstadt) – Gedichte von Elise Sommer, geb. Brandenburg. Frankfurt a. M.: Hermann 1813. XXXVIII, 304S. (UB Bonn) – Gedichte und prosaische Aufsätze. Mit einem Vorw. von K.W. Justi. Züllichau: Darnmann 1833 [mit Biogr.].

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Unselbstständige Veröffentlichungen in

Wieland: Neuer teutscher Merkur 1805, H. 8: An Pomerania; Elegie; Jg. 1809, H. 8: An die Tugend; H. 11: Die Tulpen; Jg. 1810, H. 2: An ein Veilchen, meiner Tochter Friederike in Stralsund geweiht; Mutterfreuden, an meinen Sohn Ludwig in Gießen; H. 4: Wiegenlied; Dichterwonne; H. 6: Sonett an Göckingk; An Klopstocks Urne; H. 7: Die Grotte im Walde; An die ersten Veilchen des Jahres; H. 9: An Ida, im Namen meiner Tochter Charlotte Dunker an ihren kleinen Willy; H. 10: Abendfeier, Luthers Manen geweiht; Dem Edelsten; Das wahre Leben – Morgenbl. 1809, Nr. 84, 138, 210: Charaden; Nr. 289: Benhalem und Thirza, eine Erzählung; Jg. 1810, Nr. 19, 126, 168: Charaden; Nr. 185: Abendfeier, Luthers Manen geweiht [Wiederabdr.]; Nr. 210: An [Christoph Martin] Wieland, als ich sein Bildniß im Cabinet des kaiserlich französischen Ministers von Reinhard gesehen; Jg. 1812, Nr. 8: Meinem Freunde Herrn Maler Zeller, nachdem ich die heilige Cäcilia gesehen, die er nach dem Auftrage des Großherzogs von Hessen gemalt hatte; Nr. 43: Bei Übersendung eines Lorbeerzweiges an den Herrn Superintendent Justi in Marburg; Jg. 1813, Nr. 224: Viersylbige Charade; Jg. 1815, Nr. 252: Viersylbige Charade, meiner verehrten Freundin Dorothee von Rodde – Berliner Freimüthiger 1820, Nr. 160; Jg. 1821, Nr. 34 [Ged.] – Dresdner Abendztg. 1821, Nr. 18: An Frau von Rodde, ein Blatt an die Urne ihrer Tochter Auguste – Ztg. für die elegante Welt 1822, Nr. 61: Der 15. Februar, der edelsten Fürstin geweiht [Ged.]; dass. in: Erlach: Charis 1823 – postum in: Voß 1847: An Pomerania; An meinen kleinen Karl; Im Mondenlichte; Morgengefühle; Die Tulpen; An ein Veilchen – M. Guhlke (Hg.): Pommersche Lyrik. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dresden: Neisse 2015, S. 29.

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

Nekrolog, in: Haller Allg. Literatur-Ztg. 1806, Nr. 151 – R. Hartmann: Schreiben an die Heimat. Elise Sommer, eine Dichterin aus Pommern, in: Baltische Studien. Bd. 80. Kiel: Ludwig 1994, S. 93 – Jochen Karl Mehldau: Elise Somme. Eine in Wittgenstein unbekannte Dichterin aus Laasphe, in: Wittgenstein. Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e.V., Wittgenstein 2013, Bd. 77, H. 1, S. 20-29.

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Erwähnungen in

R. Wisniewski: Geschichte der deutschen Literatur Pommerns. Vom Mittelalter bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Berlin: Weidler 2013 – M. Metz-Becker: Der Marburger Romantikerkreis, in: Inspiration Marburg. Marburg: MAKUFEE 2013.

Handschriftliches

Hess. SA Darmstadt: mehrere Bitt- und Dankschreiben an den Großherzog aus den Jahren 1811 und 1817.

Nachschlagewerke

Raßmann 1823 – Schindel, Bd. 2, 1825 _ Hamberger/Meusel, 5. Aufl., Bd. 20, 1825 – Schmidt 1830 – Schütze 1862 – Brümmer, Bd. 2, 1877; 1884 – Groß, 2. Aufl. 1882 – Goedeke, 2. Aufl., Bd. 5, 1893; 2. Aufl., Bd. 10, 1910 – Schoof 1901 – Guhlke 1912 – Kosch, 2. Aufl., Bd. 3, 1956 – Friedrichs 1981 – Killy, Bd. 11, 1991, 2011 – Nößler 1998 – Grewolls 2011 – Metz-Becker 2012 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 1194, Sp. 89-99.

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GND-Nummer
117213527   Link zu diesem Datensatz in der DNB