August Vollmer


Biographie

Geboren am 12. Dezember 1860 in Rheine. Besuch des dortigen Gymnasiums. Studium der deutschen und klassischen Philologie in Münster. Er war Oberlehrer an den Gymnasien in Paderborn, Vreden und Arnsberg und seit 1895 Gymnasialprofessor in Münster. Er starb am 23. Juli 1942 in Münster-Hiltrup.

Seine persönlich gehaltenen Erzählungen geben charakteristische Ausschnitte aus dem westfälischen Volksleben und sind ungemein flott erzählt. Vollmer hat das Leben des Alltags mit scharfem Blicke studiert, und in seine einfachen Geschichten, die er in klarem, flüssigen Platt erzählt, legt er einen Teil seiner liebenswürdigen, beweglichen Natur. Die psychologische Entwicklung setzt keine großen Gedanken voraus, aber was der Erzähler auch berichtet, es ist immer unterhaltsam. (Schönhoff 1914)

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Selbstständige Veröffentlichungen

[Slg. Bibl. WHB Münster] Von de olle Iärße. Vertellsels in Mönsterlännsk Platt. Münster: Greve 1914. 179 S. (Bibl. WHB Münster, ULB Münster, StLB Dortmund, StA Bielefeld) – Wat sick‘ t Duorp vertellt. Nië Vertellsels. Bocholt: Temming 1916. 141 S. (Bibl. WHB Münster, ULB Münster, StLB Dortmund, EAB Paderborn) – Schulte Lepperske of‘ n klook Hohn legg auk woll äs in de Nietteln. Spinnstuowenspiel in drei Deele mit Singen un Danßen. Münster: Greve 1927. 24 S. (= Nddt. Volksbühne 45) (Bibl. WHB Münster, ULB Münster, StA Bielefeld).

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Unselbstständige Veröffentlichungen in

Heimatbl. der Roten Erde 3, 1922: De Giewel – Emsdettener Heimatbl. 1, 1919-1925: Maidagg. Gedicht.; Nachdr. 1993 – Unsere Heimat, Münster, 1925 Aufs.; Jg. 1928, Nr. 9: Meine Erinnerungen an Professor Christoph Bernhard Schlüter – Volkstum und Heimat 1929; 2. Aufl. 1931: Frönd Wagenfeld to’n seßtigsten Geburtsdagg.

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

P. Baumann: Eine Sprache “so kräftig wie Landbrot”. August Vollmer schrieb und dichtete in Platt, in: Unser Kreis…, Steinfurt 2010, S. 253-255.

Erwähnungen in

Foerste 1987, S. 85, 127f. – Weber 1994, S. 38-50.

Handschriftliches

ULB Münster: Ged.: April; Frönd Wagenfeld to’n sesstigsten Geburtsdagg 1929; Maisdagg Ostern 1924; Moderguods Wigenleed 1924; Pinkstfraide 1925; Vüörfrohjaohr 26.2.1922; Brief an Hermann Kreyenborg, 5.3.1935.

Nachschlagewerke

Schönhoff 1914 – Seelmann, Bd. 3, 1915 – Uhlmann-Bixterheide 1921 [Selbstbiogr.] – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 1348, Sp. 151 – PBuB: www.ins-db.de.

GND-Nummer
117487945   Link zu diesem Datensatz in der DNB