Johann Christoph Friedrich Bährens


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Biographie

Geboren am 1. März 1765 in Meinerzhagen als Sohn eines Pastors und Rektors. Schulbesuch in Lennep, anschließend Gymnasialzeit in Dortmund. Von 1783 (1784?) bis 1786 Studium der Theologie und Philosophie in Halle. Promotion zum Dr. phil. Um 1786 Gründung des pädagogischen Instituts Pflanzgarten für künftige Weltbürger in Meinerzhagen. Seit 1789 Pfarrer und Pädagoge in Schwerte. Unterhielt seit 1795 Kontakte zum Badischen Hof. 1797(1799?) Dr. med. und Approbation als Arzt. 1812 Ernennung zum Kurbadenschen Hofrat. Verstarb am 16. Oktober 1833 in Schwerte als einflußreiche Persönlichkeit des öffentlichen Lebens.

War Leiter der Literarischen Gesellschaft für die Grafschaft Mark. Gründete um 1796 gemeinsam mit Karl Arnold Kortum die alchimistische Hermetische Gesellschaft, die nur aus diesen beiden Mitgliedern bestand. Als Volksschriftsteller Verfasser zahlloser theologischer, medizinischer, pädagogischer, geschichtlicher und volkswirtschaftlicher Aufsätze und Bücher. Mitarbeit an Peter Florens Weddigens Westphälischem Magazin und dessen Magazin für Westphalen.

Herausgabe von Werken anderer Autoren: Babrius. Fabeln [aus dem Gr. mit Anm.]. Köln 1787 – Erasmi Roterodami Colloquia familiaria excerpta; in usum juventutis didit. Halle 1787 – Plutarchi de puerorum educatione Libellus; recensuit, emendavit, varietatem lectionis indicemque copiosissimum adjecit. Halle, Magdeburg 1790.

Selbständige Veröffentlichungen über Bährens: Die Chronik des Hofrathes Bährens 1822-1827 [Text- und Bildausw. G. Hallen]. Hg. von der Stadt Schwerte. Meinerzhagen 1987. 204S. (=Schwerte 3; Aus dem Ruhrtal einst und jetzt) – A. Sellmann: Prediger Hofrath Dr. phil. Dr. med. J. Chr. Fr. Bährens, ein Pfarrer, Arzt, Alchimist und Heimatchronist auf Roter Erde. Schwerte o.J.

Bildnis: 1. Porträt, Ölgemälde, um 1809 (Ruhrtalmuseum, Schwerte; Abb.: Chronik 1987, s.o., S. 10) – 2. Ölgemälde, um 1830 (Abb.: Chronik 1987, S. 5).

Gedenk- und Erinnerungsstätte: Grabmal im heutigen Stadtpark in Schwerte (Abb.: Chronik 1987, S. 12).

 

 

 

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Herausgabe

Hermetisches Journal. 1797 [mit Karl Arnold Kortum; nur Bd. 1, H. 1] – Lesebuch, die Klassiker zweckmäßig zu lesen. Halle 1786 – Französisches Lesebuch zum Nutzen und Vergnügen. Köln 1787 – Hermes. Zeitschrift zur endlichen Beruhigung für Zweifler und Sucher. Karlsruhe 1805 [mit L.F. von Sternhayn; nur 2 Lfg.].

Übersetzungen

Aurora Philosophorum, die Morgenröthe der Weisen, von Gerhard Dornäus. Nach einem höchst raren lateinischen Manuscript übersetzt. Köln 1783 – Anzeige der griechischen und lateinischen Klassiker, mit vorläufigen Einleitungen und Nachrichten von dem Schicksal ihrer Schriften, Ausgaben und Übersetzungen; nebst einer Übersicht der Bearbeiter der gesamten Philologie. Halle 1786 – Plutarchs Pädagogik [aus dem Griech.; mit Anm.]. Köln o.J. – Kämpfs medizinisches Handbuch [aus dem Lat.; mit Anm.]. Dortmund, Leipzig 1796.

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Unselbstständige Veröffentlichungen in

(Ausw.) Allg. Unterhaltungsblätter 1824-1835 – Hermann 1814-1819 – Weddigen: Westph. Magazin 1787, Bd. 3 [St. 12: Beschreibung von Meinerzhagen und dem dasigen Erziehungsinstitute] – Westf. Anzeiger 1815-1824.

Nachschlagewerke

Hamberger/Meusel, 5. Aufl., Bd. 1, 1796; Bd. 9, 1801, Bd. 11, 1805; Bd. 22,1, 1829 – Neuer Nekrolog 11, 1833 (1835) – Poggendorff, Bd. 1, 1863 – Hübotter 1929 – Bauks 1980 – Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984 – Dt. Biogr. Archiv Fiche 47, Sp. 413-420.

GND-Nummer
120797593   Link zu diesem Datensatz in der DNB