Biographie

Geboren am 7. Januar 1950 in Jützenbach. Wuchs im Bereich Köln und im Bergischen Land auf. Absolvierte zunächst im Alter von 14 Jahren eine Lehre als Chemielaborant. Studierte dann, nach dem Besuch einer Abendschule, Sozialpädagogik an der Fachhochschule Köln. War nach Abschluss des Studiums ab 1973 als Sozialarbeiter und Jugendpfleger in Köln tätig. Arbeitete dort auch in einem Kinder- und Jugendzentrum in Köln-Chorweiler, wo er erste Schreibwerkstätten veranstaltete und zusammen mit deutschen und ausländischen Jugendlichen die Literaturzeitschrift Betonstadt herausgab. War währenddessen immer wieder als Schriftsteller tätig, seit 1980 als freier Schriftsteller. Böseke war Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und war von 1998 bis 2008 Vorsitzender des Landesverbandes. Gehörte außerdem dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt an und war von 1983 bis 1985 deren Bundessprecher. Im Bücherdorf Müllenbach betrieb er das „Haus der Geschichten“, ein Museum des Erinnerns und Erzählens. Er verstarb am 8. Juni 2015 in Gummersbach.

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Auszeichnungen

Kulturpreis „Der Arme Poet“ (mit dem Team der Zeitschrift Betonstadt, 1980) ‒ Arbeitsstipendien des Landes Nordrhein-Westfalen (1988, 1992, 1995).

Selbstständige Veröffentlichungen

Kölner Lesebuch. Autoren d. Werkstatt Köln im Werkkreis Literatur d. Arbeitswelt berichten aus u. über Köln. Köln: Werkstatt Köln 1973. 103 S. ‒ Mit 15 hat man noch Träume. Arbeiterjugend in d. Bundesrepublik. Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verlag 1975. 152 S. ‒ Der letzte Dreck. Tagebuch aus e. Jugendclub. Modautal-Neunkirchen: Verlag Graue Hefte 1977. 110 S. ‒ Vaterlandshiebe. Fotomontagen, Bild-Wort-Montagen. Fischerhude: Verlag Atelier im Bauernhaus 1978 [mit C. Schaffernicht] ‒ Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald. Ein bundesdt. Wanderbuch. Dortmund: Weltkreis-Verlag 1979. 158 S. ‒ Ich steh vor meinem Plastikbaum und glaub, ich sitz im Wald. Frankfurt/M.: Network-Medien-Cooperative 1980. 43 S. ‒ Wer ist denn hier im Abseits? Jugendl. schreiben über Heim, Knast, Drogen, Behinderung. Weinheim; Basel: Beltz und Gelberg 1981. 147 S. ‒ Schlüsselgewalt. Lieber instandbesetzen als kaputtbesitzen. Dortmund: Weltkreis-Verlag 1981. 190 S. ‒ Der (un)demokratische Alltag. Jugendliche schreiben über ihre Erfahrungen. Bornheim: Lamuv-Verlag 1982. 202 S. ‒ Jugend ohne Arbeit. Hintergründe, Erfahrungen, Handlungsmöglichkeiten. Bornheim-Merten: Lamuv-Verlag 1983. 205 S. ‒ Ab in den Orient-Express. Berlin: Express-Edition 1984. 100 S. ‒ Türen raus. Gemeinsamer Weg mit d. Ausländern. Gelsenkirchen: Zwingmann 1984. 149 S. ‒ „15 Jahre und kein bisschen leise …“ Spurensicherung einer Werkkreis-Tournee. eine Dokumentation des Fritz-Hüser-Instituts für Deutsche und Ausländische Arbeiterliteratur der Stadt Dortmund. Dortmund: Fritz-Hüser-Inst. für Dt. und Ausländische Arbeiterliteratur 1985. 76 S. ‒ Randale. Jugendroman. Dortmund: Weltkreis 1986. 125 S. ‒ Sind es noch die alten Farben? Nach Tschernobyl. Jugendl. u. Erwachsene schreiben. Weinheim; Basel: Beltz u. Gelberg 1987. 132 S. ‒ Archiv des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt im Fritz-Hüser-Institut: Findbuch. Dortmund: Fritz-Hüser-Inst. für Dt. und Ausländische Arbeiterliteratur 1989. 51 S. ‒ Streifzüge durch Oberberg. Gummersbach: Verl.-Kontor Osberghaus 1989. 80 S. ‒ Worte im Aufwind. 100 Schreibspiele und Schreibaktionen: ausgedacht und zusammengetragen von Harry Böseke und Ulrich Land. Remscheid: BKJ 1989. 138 S. ‒ Sprachspiele um Texte und Begriffe. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1992. 122 S. ‒ Herzenswärme und Widerspruchsgeist: oberbergisches Lesebuch. Gummersbach: Verl.-Kontor Osberghaus 1992. 223 S. ‒ Geschichtenzirkus. Schreib- und Sprachspiele für Eltern und Kinder. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1993. 135 S. ‒ Das Bergische Land. Ein Touren- und Lesebuch. 12 Wanderungen auf den Spuren der Geschichte des Bergischen Landes. Köln: Bachem 1994. 194 S. ‒ Das Oberbergische Land. Geschichte, Kultur, Freizeit. Sankt Augustin: Avlos 1995. 128 S. ‒ Feuer, Erde, Wasser, Luft: mit Kindern die Elemente entdecken. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1996. 269 S. ‒ Teufelsspuk und Galgenstrick. Schauerliche und unglaubliche Geschichten aus dem Bergischen Land. Köln: Bachem 1996. 127 S. ‒ 33 ziemlich wahre Lügengeschichten. Siegburg: Avlos 1998. 80 S. ‒ Das Oberbergische Land. Einblicke in ein Jahrhundert. Geschichten, Fotos, Erinnerungen. Wiehl: Gronenberg 1999. 120 S. ‒ Spiele mit Worten. Seelze/Velber: Kallmeyer 1999. 118 S. ‒ Wenn Engel surfen… Eine abenteuerliche Reise im Internet und auf der Agger. Essen: Klartext-Verl. 2000. 120 S. ‒ Im „Ruhrgebiet des Mittelalters“. Historische Spuren auf dem Boden der Lingese-Talsperre. Ein Rückblick. Wuppertal: Wupperverband 2000 ‒ Der bergische Fuhrmann. Eine Zeitreise in Geschichten, Erinnerungen und Bildern. Wiehl: Gronenberg 2001 ‒ Die Straße der Arbeit: eine Zeitreise in Geschichten, Erinnerungen und Bildern. Wiehl: Gronenberg 2002. 96 S. ‒ Die kaiserliche Straße der Arbeit. Münster: Damwerth, Dietmar 2003. 36 S. ‒ Die kulinarische Straße der Arbeit. Münster: Damwerth, Dietmar 2003. 68 S. ‒ Die silberne Straße der Arbeit. Marienheide-Müllenbach: Ed. Müllenbach im Damwerth-Verl. 2003. 47 S. ‒ Die Bergische Eisenstraße. Remscheid: RGA-Buchverlag 2003. 90 S. ‒ Himmelspforte und Glockenspiel. Wundersame und unglaubliche Geschichten aus dem Bergischen Land. Overath: Bücken Sulzer 2003. 142 S. ‒ Willi Schäferdiek. 1903-2003. Münster: Gesellschaft für Literatur in NRW 2003 ‒ Donnerkraut und Räuberbraut. Merkwürdige und hinterhältige Geschichten von allerlei Halunken aus dem Bergischen Land. Overath: Bücken Sulzer 2004. 175 S. ‒ Die eiserne Straße der Arbeit. Münster: Damwerth, Dietmar 2004. 48 S. ‒ Das Oberbergische Land. Erinnerungen in Bildern. Erfurt: Sutton 2005. 126 S. ‒ Sagenhafte Irrtümer. Mönchengladbach: Ah!-Erlebnis-Verlag 2006. 159 S. ‒ Spiele mit Worten. Schreib- und Unterwegs im Land der Elemente. 25 Ausflüge in die Bergische Geschichte. Overath; Witten: Bücken Sulzer 2006. 168 S. ‒ Wasserquintett. Fünf Talsperren spielen zusammen. Reichelsheim: Verlag der Spielleute 2006 ‒ Herweg, Zeit- und Heidenstraße. 15 historische Reiserouten zwischen Rhein, Ruhr und Sieg. Overath; Witten: Bücken Sulzer 2008. S. 88 ‒ Xanten am Niederrhein. 200 Jahre Gesellschaft zur Eintracht Gummersbach. Eine Zeitreise in Wort und Bild. Gummersbach: Ges. zur Eintracht 2011. 110 S. ‒ Markierungspunkt frühgeschichtlicher Landschaftsplanung. Horn-Bad Meinberg: Forschungsgruppe Externsteine-Kultur 2012. 99 S. ‒ Alesia. Eleusis und der Absturz der frühen Wissenschaften. Köln: Forschungsgruppe Externsteine-Kultur 2012. 96 S.

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Herausgabe

Tatort Arbeitsplatz. 15 Jahre Werkkreis Literatur der Arbeitswelt. Dortmund: Fritz-Hüser-Institut für Deutsche und Ausländische Arbeiterliteratur 1985 [mit U. Lessing] ‒ Warten auf Castor. Gorleben. Entscheidende Augenblicke. Köln: Werkkreis Literatur der Arbeitswelt 1989.

Unselbstständige Veröffentlichungen in

M. Ach (Hg.): Gegendarstellungen. Autoren korrigieren Autoren. Lyrische Parodien. Andernach: Atelier-Verlag 1974, S. 49-50: Sag mir wo du stehst ‒ Deutsche Jugend. Zeitschrift für Jugendarbeit 29, 1981, 4, S. 175-182: Freizeitarbeit mit ausländischen Jugendlichen ‒ P. Schütt (Hg.): „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan…“ Gibt es Rassismus in der Bundesrepublik? Eine Streitschrift. Dortmund: Weltkreis-Verlag 1981, S. 184-197: „Die Deutschen sind nicht freundlich. Sie denken nur in Sachen.“ Junge Ausländer sehen die Bundesrepublik ‒ C. Schaffernicht (Hg.): Zu Hause in der Fremde. Ein bundesdeutsches Ausländer-Lesebuch. Fischerhude: Atelier im Bauernhaus 1981, S. 61-62: Deutschland, ein Land voller Wunder; S. 198-199: Früchte der Gewalt P. Kinzer, J. Scherkamp (Hg.): In Erwägung unserer Lage. Ein Buch zu Brecht. Augsburg: Sprachlos-Edition 1981, S. 104-105: Das Bücherregal ‒ Landfriedensbruch. Reportagen und Geschichten aus der Provinz. Frankfurt a.M.: Fischer Taschenbuch Verlag 1982, S. 142ff.: Heimatabende ‒ L. Arabin (Hg.): Kultur ohne Kommerz. Bürgerinitiativen als Lernfeld. München: Lexika-Verlag 1985, S. 156-167: Die Schreibwerkstatt ‒ G. Koch (Hg.): Josef Reding siebzig. Dortmund: Stadt- und Landesbibliothek 1999, S. 8-13: Reding zum 70sten. Gedanken beim Ordnen von Gedanken ‒ Volkskultur an Rhein und Maas 20, 2002, 1, S. 27-36: „Daheim in der Fremde“. Die ersten Gastarbeiter im Oberbergischen um 1900 ‒ V. Zaib (Hg.): Kultur als Fenster zu einem besseren Leben und Arbeiten. Festschrift für Rainer Noltenius. Bielefeld: Aisthesis 2003, S. 245-250: Notizen von bergseits gerollten Steinen, Lesereisen und Archivschränken ‒ E. Kahl (Hg.): „Kein der schlechtesten Oerter einer“. Beiträge zur Geschichte der Stadt Wipperfürth. Wipperfürth: Heimat- und Geschichtsverein Wipperfürth 2006, S. 161-164: Im Königreich Buchholz und dem Dorf der Millionäre.

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

Harry Böseke, in: U. Biedermann: Autorinnen und Autoren in Köln. Vorgestellt in Text und Bild. Köln: Volksblatt 1992, S. 171-172 ‒ U. Lessmann: … als wäre er gerade mal in die Kneipe gegangen. In Mühlenbach im Oberbergischen Kreis entstand in einem hundertjährigen Gebäude ein „Haus der Geschichten“, das sich jeden Tag mit diesen Geschichten verändert, in: Der Freitag vom 10.12.1999 ‒ R. Noltenius: Harry Böseke, in: R. Noltenius (Hg.): Literatur und Kultur der Arbeitswelt. München: Saur 2005, S. 45 ‒ Schriftsteller, Filmemacher und Heimatforscher. Harry Böseke starb mit 65 Jahren, in: Oberbergische Volkszeitung vom 09.06.2015 ‒ U. Brustmeier: Bewegt und rastlos auf der Suche nach den Gesichtern und Geschichten hinter der Geschichte. Im Gedenken an den Heimatforscher Harry Böseke (1950-2015), in: Beiträge zur Oberbergischen Geschichte 12, 2017, S. 13-14 ‒ A. Rumler: Harry Böseke und sein „Haus der Geschichten“, in: Rhein! Zeitschrift für Worte, Bilder, Klang 18, 2018, S. 90-93.

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GND-Nummer
124947522   Link zu diesem Datensatz in der DNB

Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt

Institution
Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt
Bestand
Sammlung
Ordnung
grob vorgeordnet
Umfang
27 Verzeichnungseinheiten
Nutzung
eingeschränkt
Signatur
WK Böseke
Laufzeit
1974-1990
Inhalt

Werkmanuskripte; Korrespondenzen; Lebensdokumente.

Weitere Informationen

Bemerkungen:
Siehe auch Bestand „Förderzentrum Jugend schreibt“; Überlieferung aus seiner Zeit als Geschäftsführer und 1. Sprecher des „Werkkreises Literatur der Arbeitswelt“.

Biografische Notiz:
geb. 1950, gest. 2015; Arbeit in Köln insbesondere mit ausländischen Jugendlichen. 1981-1985 Geschäftsführer und 1. Sprecher (ab 1983) des „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“. 1980 Gründung des „Förderzentrum Jugend schreibt“ in Köln. Seit 1980 freier Schriftsteller in Marienheide-Müllenbach. Theaterstücke, Hörspiele und Romane mit und über Kinder und Jugendliche und im Zusammenhang mit Schreibaktionen und Schreibwerkstätten. 1980 mit der „Jugendgruppe Betonstadt“ Auszeichnung Der arme Poet; 1984 und 1987 Arbeitsstipendium des Landes NRW; 1986 Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis; 1988, 1992 und 1995 ein Arbeitsstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen.
Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller in NRW, fast 50 Buchveröffentlichungen, Theaterstücke, Fernsehfilme. Lebte in Gummersbach. Im Bücherdorf Müllenbach betrieb er das „Haus der Geschichten“, ein Museum des Erinnerns und Erzählens.

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