Pseudonym
Homunculus.
Biographie

Pseudonym: Homunculus.

Geboren am 19. November 1891 in Riga als Sohn eines Rechtsanwalts. Besuch der Mittelschule in St. Petersburg. 1912 Studium an der Bergakademie in Freiberg/Sachsen. Als Praktikant arbeitete er unter Tage auf der Zeche Dortmund-Dorstfeld und im Aachener Steinkohlenrevier. 1914 war er Bewässerungsingenieur in Turkestan. 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg. Lazarettaufenthalt in Königsberg. Nach dem Krieg lebte er zunächst als Elektroingenieur in Berlin.

Inzwischen lernte er Karl Kraus persönlich kennen, dessen Schriften er bereits seit acht Jahren fast auswendig wußte. Diese Berührung wurde entscheidend für Radeckis weiteres Leben, […]. Er wurde Übersetzer von Gogols Werken und fuhr nach Wien, wo er mit Karl Kraus zwei Jahre lang jeden Abend zusammen war – eine Zeit, die seine eigentliche Hochschule gewesen ist (Selbstzeugnis). Von 1924 bis 1926 lebte Radecki in Wien, um in der Nähe von Karl Kraus sein zu können. In dieser Zeit fand er Freundschaft und Anerkennung für seine ersten literarischen Versuche bei Ernst Blaß, Else Lasker-Schüler und Jakob Wassermann. Er wurde für drei Jahre Schauspieler (u.a. bei Brecht am Theater am Schiffbauerdamm), Porträtzeichner und 1923 freier Schriftsteller. 1926 kehrte er nach Berlin zurück. 1931 Übertritt zum Katholizismus. Im Zweiten Weltkrieg war er Forstaufseher auf der Insel Usedom. 1946 ging er auf Einladung des Verlegers Schifferli in die Schweiz, wo er in einer von Ordensschwestern geleiteten Züricher Pension wohnte. 1953 Ehrengabe der Stadt Zürich. 1957 Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 1960 Willibald-Pirckheimer-Ring der Stadt Nürnberg. 1962 Immermann-Preis. In dieser Zeit zahlreiche Lesetourneen durch ganz Europa. Weiterhin erhielt er den Andreas-Gryphius-Preis der Künstlergilde Esslingen. Er lebte bis kurz vor seinem Tod in Zürich und starb am 13. März 1970 in Gladbeck.

Entscheidend für seine Hinwendung zum Schreiben war seine Freundschaft zu Karl Kraus. In München stand er Theodor Haekker nahe. R. gilt als Meister der kleinen Prosaformen. In Presse und Rundfunk veröffentlichte er seit Mitte der 20er Jahre seine Skizzen, Betrachtungen und Geschichten, die er erstmals in „Der eiserne Schraubendampfer Hurricane“ (Wien 1929) sammelte. Breite Anerkennung verschaffte ihm ihr Ideenreichtum und ihre in sorgfältiger Arbeit entstandene sprachl. Prägnanz zumal seit seinem folgenden Textband, „Nebenbei bemerkt“ (Stgt. 1936). Mit Vorliebe knüpfen R.s scheinbar leicht hingeplauderte Glossen und Betrachtungen an scheinbar Beiläufigem an, um von dort schließlich zu grundsätzl. Lebensweisheiten vorzustoßen. Als Humorist hielt er „Zwerchfellerschütterungen und Seelenerschütterungen“ für „untrennbar eins“. In den beiden Nachkriegsjahrzehnten trat der mit verschiedenen Preisen ausgezeichnete Autor verstärkt als Kultur- und Zeitkritiker hervor […], als Moralist, der der polem. Schrift ebenso mächtig war wie des geistesgeschichtl. und des theolog. Essays. Daneben wurde R. auch als Übersetzer aus dem Russischen und Englischen bekannt. Insbesondere seine Gogol-Übersetzung […] ist eine eigenschöpferisch-kongeniale Nachdichtung. (Killy-Literaturlexikon)

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Auszeichnungen

Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1957) – Willibald-Pirckheimer-Ring der Stadt Nürnberg (1960) – Immermann-Preis (1962) – Andreas-Gryphius-Preis der Künstlergilde Esslingen.

Selbstständige Veröffentlichungen

Der eiserne Schraubendampfer Hurricane. Wien: Jaboda und Siegel 1929. 246 S. (HB RW TH Aachen); erw. und veränderte Ausg. München: Kösel 1955. 348 S. (ULB Düsseldorf, StB Essen, StUB Köln) – Nebenbei bemerkt. Berlin: Rowohlt 1937. 310 S. [Abb. von M. Lichnowsky] (StB Bielefeld); Neuaufl. Hamburg 1947 (StB Bochum, StB Mülheim/R., EAB Paderborn) – Alles Mögliche. Stuttgart: Rowohlt 1939. 268 S. (StUB Köln) – Die Welt in der Tasche. Leipzig: Hegner 1939. 400 S. (EAB Paderborn, StUB Köln, Lipp. LB Detmold); Leipzig: Tauchnitz 1944. 213 S. (= Tauchnitz Taschenbuch 176); Neuaufl. München: Kösel 1958. 371 S. (StB Mülheim/R., Bibl. Haus des Dt. Ostens, Düsseldorf) – Wort und Wunder. Salzburg, Leipzig: Müller 1940. 161 S. (ULB Münster, UB Bonn, StUB Köln); Neuaufl. Salzburg, Leipzig: Müller 1947 (ULB Münster, StB Essen) – Wie kommt das zu dem? Stuttgart: Rowohlt 1942. 305 S. (StUB Köln) – Rückblick auf meine Zukunft. Leipzig: Reclam 1943. 76 S.; Neuaufl. mit dem Untertitel: Ausgewählte Essays mit einem autobiographischen Nachwort. Stuttgart: Reclam 1953. 78 S. (= Reclams Universalbibl. 7561) (ULB Münster) – Das müssen Sie lesen! Plaudereien über Lesen, Schreiben, Drucken und verwandte Dinge. Wien: Frick 1946. 102 S. (ULB Münster); veränderte Aufl. Zürich: Diogenes 1970. 125 S. [Abb. von P. Flora] (StB Essen, StB Duisburg, StB Bielefeld) – Über die Freiheit. Olten: Hegner im Summa-Verlag 1950. 76 S. (ULB Düsseldorf, StLB Dortmund, StUB Köln) – Was ich sagen wollte. Olten: Hegner im Summa-Verlag 1952. 237 S. (UB Bonn, EDDB Köln, StB Bielefeld); Neuaufl. Hamburg 1958 (= rororo Taschenbuch 271) (StB Bielefeld); 3. Aufl. 1963 (UB Bochum, Bibl. Haus des Dt. Ostens, Düsseldorf) – Das ABC des Lachens. Ein Anekdotenbuch zur Unterhaltung und Belehrung. Hamburg: Rowohlt 1953. 271 S. (= rororo-Taschenbuch 84); Neuaufl. Hamburg: Rowohlt 1961. 267S. (UB Bochum); Neuaufl. Hamburg: Rowohlt 1973 (StB Wuppertal-Elberfeld); Neuaufl. Hamburg: Rowohlt 1986 – Wie ich glaube. Köln, Olten: Hegner 1953. 275 S. (ULB Münster, UB Bonn, Lipp. LB Detmold) – Wird eingefahren! Autos und ihre Besitzer. Zürich: Diogenes 1954. 47 S. [mit Abb. von Bosc, Chaval, Dubot u.a.]; Neuaufl. ebd. 1971. 60 S. – Rede über die Presse. Gehalten auf der Herbsttagung der Gesellschaft katholischer Publizisten Deutschlands in Bad Königsstein. Heidelberg: Kerle 1956. 26 S. (ULB Münster, ULB Düsseldorf, EDDB Köln) – Weisheit für Anfänger. Köln, Olten: Hegner 1956. 321 S. (StB Essen, UB Bonn, ULB Düsseldorf) – Bekenntnisse einer Tintenseele. Olten: Hegner 1957. 63 S. (ULB Düsseldorf, StUB Köln, UB Bonn) – Das Schwarze sind die Buchstaben. Köln: Burges 1957. 378 S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf) – Die Sündenbock AG. Köln, Olten: Hegner 1957. 61 S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf) – Der Mensch und die Mode. Mit zwei Epilogen: Die Weste. Knitterfreie Krawatten. München: Rinn 1958. 56 S. [Abb.] (UB Bonn, StB Essen) – Die verlorenen Bücher. Aufsätze. Köln, Olten: Hegner 1958. 64 S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf, Lipp. LB Detmold) – Der runde Tag. Frankfurt a. M.: Fischer 1958 (= Fischer-Bücherei 224) (ULB Münster) – Im Vorübergehen. München: Kösel 1959. 282 S. (= Die Bücher der Neunzehn 56) (ULB Düsseldorf, StB Essen, Lipp. LB Detmold) – Reisen, Sterne und Propheten. Freiburg/Br.: Seemann 1959. 83 S. (= Seemännchen 26) – In den Bart gemurmelt. Zürich: Madlinger-Schwab 1960. 11 S. – Ein Zimmer mit Aussicht. Essays, Skizzen und Übersetzungen. Köln: Hegner 1961. 344 S. (UB Bonn, Lipp. LB Detmold, StB Essen) – Vom Übersetzen. Gestalt und Gedanke. München: Oldenburg 1963. 74 S. [Sonderdr. aus: Jahrb. der Bayer. Akad. der Künste] – Als ob das immer so weiterginge… Freiburg/Br., Basel, Wien: Herder 1964. 176 S. (= Herder Taschenbuch 182) (UB Bochum) – Gesichtspunkte. Köln: Hegner 1964. 283 S. (ULB Münster, ULB Düsseldorf, UB Bonn) – Im Gegenteil. Essays. Zürich: Diogenes 1966. 268 S. (ULB Düsseldorf, StB Essen, StB Bochum) – Zeitzeiger und Zeitgeist. Köln: Bachem 1970 – postum: Bekenntnisse einer Tintenseele. Geschichten und Erinnerungen. Hg. von R. Weilandt-Matthäus. Heidelberg: Kerle 1980 (ULB Münster) – Weisheit für Anfänger. Hg. von R. Weilandt-Matthäus. Freiburg/Br.: Herder 1981. 319 S. (StB Wuppertal-Elberfeld) – Die Reise ins Herz. Heiteres und Besinnliches. Hg. von R. Weilandt-Matthäus. Reinbek: Rowohlt 1983 – Das ABC des Lachens: Ein Anekdotenbuch zur Unterhaltung und Belehrung. Einmalige Sonderausg. zum 100. Geburtstag von Ernst Rowohlt am 23. Juni 1987. Hamburg [i.e. Reinbek]: Rowohlt 1987 – Der ewige Tourist: Reisefeuilletons. Ausgew. von A. Dornemann. Mit Zeichn. von M. Blümel. Schweinfurt: Wiesenburg-Verl. 2008 – Die Stimme der Straße. Feuilletons. Hg. v. Hans Dieter Schäfer. Göttingen: Wallstein 2014.

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Herausgabe

Die Rose und der Ziegelstein. Anekdoten aus aller Welt. Berlin: Rowohlt 1938. 312 S. [mit Einl.] – L. Speidel. Ausgewählte Schriften. Mit einem Essay von O. Stoessl. Wedel: Alster 1947. 337 S. (= Meister der kleinen Form 11) (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, UB Bonn) – Carl Schurz. Lebenserinnerungen. Zürich: Manesse 1948. 576 S. [Hg., Bearb., Nachw.] – E. von Radecki. Der begrabene Esel. Das Logbuch. Köln: Burges 1959. 543 S. [mit Einl.] (UB Bonn).

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Übersetzungen

Alexander Puschkin. Dramatische Scenen. Ägyptische Nächte. Berlin: Frenkel 1923. 106 S. – Transvaal. Novellen aus dem neuen Russland. Hg. v. Erwin Honig. Berlin: Neuer Deutscher Verlag 1928 [zus. mit Erwin Honig und Siegfried von Vegesack] –Nikolai Gogol. Tote Seelen oder Tschitschikoffs Abenteuer. Ein Poem. Berlin: Rowohlt 1938. 388 S. [100 Abb. von A. Agin] (ÖB Aachen) – Der Glockenturm. Russische Verse und Prosa. Zürich: Scientia 1940. 395 S. (LB Münster, UB Bonn, StUB Köln); veränd. Neuaufl. München: Kösel 1953. 385 S. (Übers., Vorw., Einl.] (ULB Düsseldorf, StUB Köln) – Willa Cather. Der Tod kommt zum Erzbischof. Roman. Zürich: Scientia 1940. 355 S. (Lipp. LB Detmold); erw. Neuaufl. Nachw. von L. Rinser. Frankfurt a. M.: Verlag das Goldene Vlies 1956. 187 S. (= Ullsteinbuch 91) – Hilaire Belloc. Gespräch mit einer Katze und andere Essays. Zürich: Scientia 1940. 276 S. – Alexander Puschkin. Erzählungen. Dessau: Rauch 1940 [mit A. Luther, R. von Walter] – Nikolai Gogol. Dramatische Werke. Berlin: Zander 1943. 406 S. – Nikolai Gogol. Erzählungen. Berlin: Zander 1943. 358 S. – N. Ljesskow. Das Kadettenkloster. Wien: Frick 1946. 72 S. (= Wiener Bücherei 19) [Abb.] – Nikolai Gogol. Der Mantel. Stuttgart: Hatje 1947. 67 S. [Abb.] (Bücherei des Dt. Ostens, Herne) – Alexander Puschkin. Sämtliche Erzählungen. Berlin: Verlag der sow. Militärverwaltung in Deutschland; Jena: Rauch 1947. 446 S. [mit A. Luther, R. von Walther] – Hilaire Belloc. Die Wiederherstellung des Eigentums. Olten: Walter 1948. 193 S.; Neuaufl. u.d.T.: Das Recht auf Eigentum. Olten: Walter 1958 – Nikolai Gogol. Der Revisor. Komödie in fünf Akten. München: Drei Masken Verlag 1949 – Nikolai Gogol. Die Spieler. Igroki. München: Drei Masken Verlag 1949 – Leo Tolstoi. Er ist an allem schuld. Eine Komödie. München: Drei Masken Verlag 1950 – C.S. Lewis. Wunder. Eine vorbereitende Untersuchung. Köln, Olten: Hegner 1952. 212 S. (ULB Münster) – Anton Tschechow. Der Roman mit dem Kontrabaß und andere Erzählungen. München: Braun und Schneider 1953. 81 S. [Abb.] – Hilaire Belloc. Die Kreuzfahrt der Nona. Olten: Walter 1953. 283 S. (ULB Münster) – Nikolai Gogol. Novellen. München: Goldmann 1956. 182 S. (= Goldmann Taschenbuch 387) – Anton Tschechow. Das weibliche Glück. Acht Erzählungen. Zürich: Diogenes 1957. 91 S. – Anton Tschechow. Der Bär. Der Heiratsantrag. Die Hochzeit. Drei Einakter. Stuttgart: Reclam 1959. 64 S. (= Reclams Universalbibl. 4454), Nachdruck 1983, 1986, 1989, 1991, 1994, 1996 – Anton Tschechow. Drei Schwestern. Drama in vier Akten. Stuttgart: Reclam 1960. 79 S. (= Reclams Universalbibl. 4264) (Rhein. LB Koblenz), Nachdruck 1984, 1985, 1989, 1991, 1994, 1996, 1998, 2000 – N. Ljesskow. Der Springrubel. München, Kempten: Kösel 1962 – Anton Tschechow. Seelchen und andere Erzählungen. Zürich: Diogenes 1963. 537 S. – Anton Tschechow. Der Kirschgarten. Komödie in vier Akten. Zürich: Diogenes 1964. 139 S. [mit Nachw.] – William Shakespeare. Die Lebensalter. Shakespeares Natur- und Menschenbild. Ausw. und Anordnung G. Ruland. Die Sonette in der Nachdichtung von K. Kraus. Freiburg/Br.: Herder 1964. 357 S. (= Herder-Bücherei 166f.) (StB Bochum) – Nikolai Gogol. Die Nase und andere Erzählungen. Zürich: Diogenes 1966. 451 S. [Abb. von A. Kubin] (UB Bonn) – A.W. Suchowo-Kobylin. Kretschinskis Heirat. Komödie in drei Akten. München: Drei Masken Verlag 1966 – Clive Staples Lewis. Der Aufstand der Mittelmäßigkeit. Moderne Theologie und Bibelkritik. Zürich: Thomas 1968. 64 S. [Mitverf., Übers., Vorw.] (EAB Paderborn, EDDB Köln) – Anton Tschechow. Dramatische Werke. Zürich: Diogenes 1968. 539 S. – Anton Tschechow. Seelchen und andere Erzählungen. Zürich: Diogenes 1969. 317S. [Abb.] – postum: Nikolai Gogol. Meistererzählungen. Zürich: Diogenes 1979 – Ronald A. Knox. Psychoanalyse des Struwwelpeters. 10 Fallgeschichten. Hamburg: Europ. Verl.-Anst. 1993.

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Unselbstständige Veröffentlichungen in

Baltisches Dichterbrevier, 1924, S. 112-114: Erwachen; Frühlingsabend; An die Verlorene [Gedichte] – Atlantis, 1934, 12, S. 705-709: Traumländer – Der Querschnitt, 15, 1935, 10, S. 433-436: Psychologie des Automaten – Der Querschnitt, 15, 1935, 11, S. 486-488: Der „Geldgeber“ – Der Querschnitt, 15, 1935, 12, S. 552-555: Privatleben der Venus von Milo – Der Querschnitt, 16, 1936, 1, S. 3-6: Ist der Film eine Kunst? – Der Querschnitt, 16, 1936, 3, S. 155-157: „Es riecht nach Asien“ – Frankfurter Hefte, 4, 1949, 5, S. 422-428: Die Zeit ohne Bild – Auf freundlichen Spuren, 1954, S. 120-125: Mein Zeuge ist Don Gasparro – H. Ahl: Literarische Portraits. München: Langen-Müller 1962, S. 180: Ernste Überlegung – heitere Überlegenheit – C. Merkle: Das hundertste Jahr. Zur Hundertjahrfeier der Benediktiner in Beuron 1963. Beuron: Kunstverl. 1963, S. 29: Theater – Ziel und Bleibe, 1968, S. 6-11: Aussprachen und Dialekte postum: Vorwiegend heiter, 1972, S. 83-85: Eine eilige Geschichte – H. Domenego (Hg.): Das Buch vom Sommer. Wien: Jugend und Volk 1985, S. 80: Kinderzimmer; S. 107: Gedicht in Prosa – Der Vegetarier, 40, 1989, 3, S. 4: In den Fängen des Gewissens. Beichte eines Jägers – Lesestunden. 8. Schuljahr. Lesebuch. Bochum: Kamp 1991, S. 184: Ein weiser Richter – Ansichten. 8. Schuljahr. Lesebuch. Bochum: Kamp 1992, S. 74: Sprechen Sie noch?; Polizei sucht diebische Ziege; Hosendieb fror in nasser Jeans fest; Schule gestohlen; Bürgersteig gestohlen; Einbruch im Gefängnis – G. Herholz (Hg.): Die Welt in der Tasche. 95 Geschichten um Brooklyn und Buer. Essen 1996: Das müssen Sie lesen! – F. Pfäfflin (Hg.): Aus großer Nähe. Karl Kraus in Berichten von Weggefährten und Widersachern. Göttingen: Wallstein 2008, S. 19: Unwiderstehlich. Von strahlender Freundlichkeit; S. 23: Unbezwingbar. Mit blitzenden blauen Augen; S. 24: Unüberhörbar. Der Taktschläger in „Ben Hur“; S. 26: Unversöhnlich. Sakrileg am Menschentum; S. 35: Der Kreidekreis; S. 37: Ohne Widerspruch; S. 70: Blitz und Wetterleuchten; S. 84: Ehrenerklärungen; S. 114: „Erst komme ich…“; S. 120: Leihgabe; S. 132: Die gestaltende Kraft der Polemik; S. 134: „Im Ernstfall wird man ihn doch an die Wand stellen müssen“; S. 135: Nobelpreis, ein Vorschlag; S. 136: Vorahmung; S. 139: Immer derselbe Brief; S. 148: Mit Brecht auf Titelsuche; S. 157: Brecht und Kraus in „Mann ist Mann“; S. 186: Spannbogen der Grammatik; S. 189: Natürlich: die Wortkunst; S. 190: Wie wenn nichts gewesen wäre; S. 191: An meinen Drucker; S. 204: Das Häßliche hassen; S. 205: Camera Obscura; S. 220: Diese unvergesslichen Vorlesungen; S. 228: Halb offen; S. 236: Vor Arbeitern; S. 243: Im Leben und auf der Bühne; S. 246: Pfiffe in der Oper; S. 255: Gesungen; S. 272: Drei Tage im Bett; S. 273: Korruption? Korruption!; S. 273: Mit Detektiven; S. 282: Unrecht; S. 291: Landschaft; S. 291: Schöpfungsgnade; S. 300: Er kalauert; S. 308: Das Unheil; S. 309: Letzter Besuch; S. 309: Erinnerungen; S. 312: Mit Vorwürfen und Verwünschungen; S. 367: Vom Totschweigen zum Totreden; S. 368: Langweilig – Wortstark Plus. Sprach-Lesebuch Deutsch. Band 6. Braunschweig: Schroedel 2010, S. 32-33: Gespenst und Auto – Karl Kraus im Urteil literarischer und publizistischer Kritik. Band 2. Texte und Kontexte, Analysen und Kommentare. Berlin: Schmidt 2017, S. 179-181: Karl Kraus und die Sprache (1952).

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Tonträger

Sigismund von Radecki spricht. Sieben Anekdoten. Freiburg: Christophorus 1960 – Sigismund von Radecki liest Peter Altenberg. Was der Tag mir zuträgt. Acht Skizzen. München: Kösel 1960 – Sigismund von Radecki liest Merkblatt für sich Ärgende Wie man Examen macht. Im Vorübergehen. München: Kösel 1960 – Nadel und Faden. Sigismund von Radecki liest eigene Werke. Vom Reisen und vom Zuhause. Hannover: Deutsche Grammophon-Ges. 1961.

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Selbstständige Veröffentlichungen über

M. Miehlnickel: Feuilletonistische Sprache und Haltung bei Friedrich Sieburg und Sigismund von Radecki. Diss. Berlin 1964 – Sigismund von Radecki. Hg. vom Bund der Vertriebenen. Bonn 1981 – D.-G. Erpenbeck: Geschichten von Gedichten. Der baltische Autor Sigismund von Radecki. Hamburg: H. Freitag 2011 – A. Kümmel: Autogedröhn, Schminke und Frühlingsduft. In seinen frühen Feuilletons zeigt sich Sigismund von Radecki als Meister feiner Töne. Hamburg: Fixpoetry 2015 – M. Lüning: Wie Liebe und Tod nach Gladbeck kamen. Erinnerung an Sigismund von Radecki. Essen: DerWesten 2015.

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Unselbstständige Veröffentlichungen über

W. Lorenz: Die Straße nach Rom, in: Die Zeit im Buch 1952, Nr. 9/10 – H. Ahl: Ernste Überlegung, heitere Überlegenheit, in: H. Ahl: Lit. Porträts. München, Wien 1962, S. 180-187 [Fotogr.] – E. Lasker-Schüler: Sigismund von Radecki, in: F. Kemp (Hg.): E. Lasker-Schüler: Sämtliche Gedichte. München: Kösel 1966, S. 224 – W. Kraft: Sigismund von Radecki, in: W. Kraft: Das Ja des Neinsagers. Karl Kraus und seine geistige Welt. München: Ed. Text + Kritik 1974, S. 198-205 – E.-E. Keil: Sigismund von Radecki. Meister der kleinen Form, in: Sigismund von Radecki 1981 (s.o.), S. 1-4 – G. Krieghofer: Eine Einladung des Verlags Jahoda & Siegel, „letzten Endes“ zu einer Vorlesung von Karl Kraus: mit biographischen Hinweisen zu Sigismund von Radecki sowie Erläuterungen, in: Kraus-Hefte 1993, H.68, 4/7 – S. Jordan: Radecki, Sigismund von, in: Neue Deutsche Biographie (NDB). Bd. 21, Duncker & Humblot: Berlin 2003, S. 88 f. – U. Ackermann: Sigismund von Radecki, in: Jahrbuch des baltischen Deutschtums, 51, 2003, S. 150-158 – D.-G. Erpenbeck: Zwei Porträts. Sigismund von Radecki, in: Jahrbuch des baltischen Deutschtums, 54, 2006, S. 190-193 – J. Quack: Sigismund von Radecki. Ein Meister der kleinen Form, in: Stimmen der Zeit, 133, 2008, S. 755-766 – D.-G. Erpenbeck: Der lange Brand der Fackel. Sigismund von Radecki (1891-1970) und Karl Kraus (1874-1936), in: Baltische Ahnen- und Stammtafeln, 50, 2008, S. 33-45 – D.-G. Erpenbeck: Mit Sigismund von Radecki in die „Dreigroschenoper“, in: Dreigroschenheft, 19, 2012, 2, S. 23-28 – H. Raab: Ein Großer der kleinen Form. Sigismund von Radecki ist wieder entdeckt. Der Regensburger Hans-Dieter Schäfer hat seine Feuilletons herausgebracht, in: Mittelbayerische, 2014, S. 1-3 – H. Schwenger: Leckereien vom Automatenbüffet. Im Geist von Karl Kraus. Zur Wiederentdeckung des Berliner Feuilletonisten Sigismund von Radecki, in: Tagesspiegel 2015, S. 23.

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Erwähnungen in

François Villon. Bibliographie und Materialien. Band 2. München: Saur 1990, S. 302ff. – Westf. Literaturführer 1992, S. 58.

Bildnis

Fotogr. (Privatbesitz, R. Weilandt-Matthaeus).

Sammlungen

1. StLB Dortmund: Zeitungsausschnittslg. – 2. WLA Hagen: Materialslg.

Nachschlagewerke

Kürschner: Nekrolog 1971 – Aubert, 2. Aufl. 1975 – Vogt-Leppla 1983 – Oberhauser 1983 – Schulz-Fielbrandt 1987 – Wilpert, 3. Aufl. 1988 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 12, 1990 – Killy, Bd. 9, 1991 – Wilpert/Gühring, 2. Aufl. 1993 – Albrecht/Böttcher, Bd. 2, 1993 – Brauneck 1995 – Lexikon der deutschsprachigen Literatur des Baltikums und St. Petersburgs 2007, S. 1040-1044 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 1037, Sp. 383f. – Bibliographie: D.-G. Erpenbeck: Schriftenverzeichnis Sigismund von Radecki. Göttingen: Baltische Historische Kommission 2009ff.

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Grabstätte/ Gedenkstätte

Auf dem Friedhof Gladbeck/Mitte (Lindenstraße).

GND-Nummer
118597620   Link zu diesem Datensatz in der DNB

Westfälisches Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen

Institution
Westfälisches Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen
Bestand
Teilnachlass mit Nachlassbibliothek
Ordnung
ungeordnet
Umfang
41 lfd. Meter (inkl. Nachlassbibliothek)
Nutzung
uneingeschränkt
Signatur
Bestand 1011 und Bestand 1011 B (Bibliothek)
Inhalt

1. Korrespondenz
2. Persönliche Akten, Geschäftliches, Verträge
3. Rezensionen

Schriftgut der Nachlassverwalterin Ruth Weilandt-Matthaeus, Fotos und Fotoalben; ein weiterer Teilnachlass v. a. mit Werkmanuskripten wird im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrt.

Weitere Informationen

Sigismund von Radecki bei Archive NRW



Bitte beachten Sie, dass die Daten zu Beständen außerhalb Westfalens zuletzt 2005 erhoben wurden und derzeit einer Aktualisierung unterzogen werden.

1. DLA Marbach (Nachlass): 33 Kästen; Briefe an Mary Gräfin Dobrzensky, 1957-1959 (9), an Theodor Haecker, 1.12.1944, an Erich Pfeiffer-Belli, 2.8.1960 – 2. Akad. der Künste, Berlin: Briefe von Bernhard Diebold, 5.4.1937 – 3. Dt. Bibl. Frankfurt/M.: Briefe von Wilhelm Sternfeld, 1958-1969 (8) – 4. StB München (Slg. Max Stefl): 55 Briefe etc.