Biographie

Die Gruppe 61 wurde 1961 von Fritz Hüser, Max von der Grün, Walter Köpping und Heinz Kosters gegründet. Zu ihren Aufgaben gehörte die literarisch-künstlerische Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeitswelt der Gegenwart und ihrer sozialen Probleme, die geistige Auseinandersetzung mit dem technischen Zeitalter und mit der sozialen Dichtung anderer Völker sowie die kritische Beschäftigung mit der früheren Arbeiterdichtung und ihrer Geschichte. Mitglieder waren Schriftsteller, Journalisten, Lektoren, Kritiker, Wissenschaftler u. a. Die Gruppe entstand nach vergeblicher Verlagssuche Max von der Grüns für seinen Roman „Männer in zweifacher Nacht“. Von der Grün und Fritz Hüser bemühten sich im Folgenden um Austausch mit anderen Autoren, die mit Themen der Arbeitswelt Publikationsprobleme hatten. Aus Gesprächsrunden mit Autoren, Kritikern und Journalisten entstand ein Arbeitskreis, der sich – in bewusster Abgrenzung von der Gruppe 47 – Gruppe 61 nannte. Zu den Mitbegründern zählten u. a. noch Josef Büscher, Willi Bartock, Richard Limpert, Erasmus Schöfer, Bruno Gluchowski und Paul Polte. In der zweiten Hälfte der sechziger Jahre stießen junge gesellschaftskritische Schriftsteller zur Gruppe, so Günter Wallraff, Christian Geissler, Angelika Mechtel, Peter-Paul Zahl, F. C. Delius, später Peter Schütt, Erika Runge, Peter Kühne u. a. Aus der Gruppe 61 entstanden mehrere andere Zusammenschlüsse, u. a. der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt.

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Nachlass/Vorlass

Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt

Institution
Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt
Bestand
echter Nachlass
Ordnung
geordnet
Umfang
3 lfd. Meter
Nutzung
uneingeschränkt
Verzeichnung

Verzeichnis

Laufzeit
seit 1959
Inhalt

Tagungsprotokolle, Texteinsendungen, Korrespondenzen, Presseartikel; Sammlungsbestand.